Robert McDunhill – Umwege scheinbar notwendig

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Die Welt der Pfeifentabake könnte so schön sein, so einfach. Wenn da nicht ständig widrig agierende „Marktbeteiligte“ Unordnung durch oftmals unbedachte Machenschaften – um nicht von dilettantischen zu sprechen – schafften oder wenn schlichtweg vorgeblich „politisch korrekt“ zusammengeführte Produktwelten von Multi-Konzernen mit drakonischen Aktionen seit Jahren Tabake, Pfeifen und Accessoires als mißliebig ins Aus manövrieren. Das deprimierendste Beispiel ist die Tabak & Pfeifen Sparte von Dunhill. Was da der schweizerische Richemont Konzern, Eigentümer von Dunhill, in den vergangenen Jahren angestellt hat, ist einem verqueren, aber sehr erfolgreichem Lifestyle Primat geschuldet. Neben Lederwaren, Bekleidung, Schuhe, Brillen, Parfüm, Schreibgeräte und Uhren, sämtlich in Top Preisgmenten angesiedelt, werden unverändert Feuerzeuge angeboten. Niemand scheint bei Richmonte daran zu denken, das irgend etwas anderes als Wälder, Papierkörbe oder Gebäude damit angezündet werden könnten, auf keinen Fall so schmuddeliges wie Tabakwaren. Das Dunhill Tabak Problem wurde eh vor Jahren an BAT übergeben und die Alfred Dunhill Manufacturing Limited hat längst die Pfeifenvermarktung in die blödsinnige White Spot ausgelagert, die allerdings frecherweise auf ein Gründungsdatum 1912 verweist. Wir Pfeifenraucher müssen in deren Augen irgendwie verblödete Consumer sein…….

Der neueste Aufreger, die Aufgabe der Dunhill Tabake (wir haben ausgiebig in verschiedenen Artikeln berichtet), führte anscheinend in den letzten Wochen zu einer Belebung für den Brand: fast alle Bestände im deutschen Fachhandel sind in Windeseile abverkauft worden, gibt es doch einen großen Markt von Liebhabern, die die aussterbenden Dunhills lagern werden.

Hoffnung kam auf, das der deutsche Hersteller und Distributor Kohlhase & Kopp, ein sehr renommiertes Unternehmen, mit seiner neuen Robert McConnell Heritage Reihe die Legende fortführen wird. Hat man doch mit der starken Scandinavian Tobacco Group (Orlik) einen der mächtigsten Partner in dieser Industrie an Bord. So gut wie es angelaufen ist, so schnell ist das Vorhaben ab sofort gestoppt. Nach Aussagen von K&K wird derzeit das Branding – also Namen und Etiketten – neu überarbeitet und die Tabake werden zur Zeit nicht an den Fachhandel geliefert. Das wirft einige Fragen auf: werden die von uns bereits durchgeführten Tabakreviews unverändert gültig sein? Laut K&K sind die Rezepturen von den vorzunehmenden Änderungen nicht betroffen. Hat man sich denn nicht mit der BAT (weiterhin Inhaber der Markenrechte) und STG abgesprochen, welches Layout mit welchen Bestandteilen der Dunhill Etiketten verwendet werden dürfen?

Weniger als wir ambitionierte Afficionadas dürfte der Fachhandel von diesem Tohuwabohu betroffen sein. Dosen rein, Dosen raus. Als ich gestern in der wundervollen Umgebung meines Tobacconisten des unbeirrbaren Vertrauens eine Pfeife so vor mich hin rauchte, unbelästigt von irgendwelchen verkäuferischen Ansprachen und meinen Gedanken freien Lauf ließ, schweifte mein Blick über die ausladende Tabakpräsentation. Und siehe da, ich wähnte mich in zurückliegenden Zeiten. Das Regal mit den Dunhill Tabaken war wieder vollbestückt und von RMcC Heritage nichts in Sicht …….

Da sag mir einer, Zeitreisen seien nicht möglich. Dazu braucht man lediglich ein paar Gramm vorzüglichen Tabaks. Und muß dieser Buchempfehlung unbedingt nachkommen.

Wir werden in dieser Causa weiter berichten, bleiben Sie uns gewogen.

 

 


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Bodo Falkenried

exemplarischer Niederrheiner, seit über 50 Jahren in München daheim, genauso lang Pfeifen- und Tabaksammler, versessen auf Musik, Literatur und andere Künste. Unternehmer, Segler, Reisender [..unser Mann in Asien], Intensiver Marktgeher, immer an Feuer & Herd.

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30 Antworten

  1. Also ich fand die Ähnlichkeit der Dosen der Heritage Tabake zu den „original“ Dunhill-Designs schon auch etwas frech. Ich, der unbedarfte Tabaksdosenpinsler hätte mich das jedenfalls nicht getraut …

    Aber viellicht wollen Sie die Dosen auch einfach nur ein Bisserl schöner gestalten … mich hat leider noch niemand darauf angesprochen …

    • Oliver sagt:

      Ich denke, genau so war es auch gemeint; als Provokation mit Augenzwinkern, die dann aber ganz und gar nicht humorvoll aufgenommen wurde.

      Ich schätze mal, dass bei den Rechteverhandlungen mit der BAT (die es ja gegeben haben soll und die an völlig überzogenen Vorstellungen und arrogantem Auftreten der BAT Leute gescheitert sein soll), da jemand einem anderen zu fest auf die kränkbaren Füße gestampft war (die derzeitigen Chefs von K&K sollen menschlich ja auch nicht so ganz einfach sein).

  2. Peter Hemmer sagt:

    Also wir wissen ja nicht, was genau am Branding verändert wird oder werden muss, aber was ich etwas befremdend finde bei der ganze Sache ist folgendes:

    K&K besitzt die Marke Robert McConnell. Das ist nicht irgendeine Marke am Tabakmarkt, sondern Robert McConnell ist ein englisches Tabakurgestein mit herausragendem Ruf. Man hat bis in die späten 80er Jahre selbst Tabak produziert, die letzten Jahre, bevor die Produktion nach Deutschland verlegt wurde, auch die englischen Rattray’s-Tabake.

    Mit dieser Heritage Reihe hat man bei K&K aus dem Robert McConnell Brand eine offensichtliche und teilweise ja schon zum Schmunzeln verleitende Dunhill-Kopie gemacht. Zu ähnlich sind hier Namen und Etikettendesign.

    Nun ist es ja nicht so schwer, den Wiederkennungswert zu bewahren und trotzdem die eigene, wertvolle Marke nicht zur bloßen Kopie zu degradieren? Mehr Etikettendesign in Richtung eigenständigen Robert McConnell Stil und ein paar raffiniertere Namen für den einen oder anderen Tabak und man hätte zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die eigene Marke gestärkt und eventuelle rechtliche Probleme umgangen!

    Aber wie schon gesagt, wir wissen es nicht genau. Alles spekulativ.

  3. Jens Meyer sagt:

    Hallo Peter,
    Genau so sehe ich es auch. Robert Mc Connell hat es nicht nötig diesen Kopie Kurs einzuschlagen. Man hätte so viel mehr daraus machen können/müssen. Nur dürfen hat man sich wohl nicht getraut.
    Und Alexander Broy erhält beim nächsten Sehen persönlichen Trost von mir.

  4. Erno Menzel sagt:

    Kopfschütteln, mehr fiele mir dann dazu nicht mehr ein. Wäre aber auch nicht das erste Mal, dass KK sonderbare Entscheidungen fällt, erinnert sei nur an die Flut der angeblichen neuen Rattrays Tabake, die sich dann als Petersonkopien, da KK die Rezeptrechte besitzt, herrausstellten. Auch damals war die Firmenpolitik von KK nicht gerade das, was man als kundenfreundliche Transparenz bezeichnen könnte. Ich finde das einfach nur schade, da dieses Unternehmen doch so herausragende Tabake (HU, Huber Balkan…) produzieren kann.

  5. Jürgen Gradenegger sagt:

    Na die sind ja lustig. Rein in die Kartoffeln und dan gleich wieder raus? Da kommt keiner mehr mit. Gut die Designs waren soch sehr nah am Original. Aber was soll´s! Man hätte ja beid er BAT einfach die Produktion weiter laufen lassen können und somit auch Geld verdinen können. Dann müsste man jetzt nicht intervenieren. Nun gut, ich habe den Eclipse, den Flake und die Lizzy bekommen. Der Black Flake war nicht liferbar. Jetzt weiß ich auch warum. Ich hoffe nur, dass man bei K&K noch mal in sich geht und auch gleich den Eclipse dahingehend überarbeitet, dass auch das in der Dose drin ist was da rein gehört!

  6. Achim Wulf sagt:

    Hallo Bodo,

    danke für die neuen( wenn auch wenig erfreulichen) Informationen.

    Da es vermutlich um die Verletzung von Patentrechten und Plagiatsvorwürfe geht, stellt sich natürlich die Frage: Hätte das nicht vorher geprüft werden können, statt jetzt wieder umetikettieren zu müssen ? Es hätte genügend Mölichkeiten, auch mit eigenständigen McConelll-Etiketten, die Kunden über die Fortführung oder Neuauflage der Dunhill-Tabake zu informieren gegeben.
    Aber egal, hoffen wir, dass die Tabake bald wieder im neuen Design ausgeliefert werden. Viel entscheidender ist für mich sowieso der Inhalt. Da wiegt für mich schwerer ,den bereits unter verschiedenen Namen erhältlichen Bulls Eye Flake in die Eclypse-Dosen zu legen und unterschiedliche Flakes in die Heritage-Flake-Dosen zu verpacken, auch das für mich ein Zeichen, dass bei K&K im Moment einiges drunter und drüber geht. Es wäre besser gewesen die Heritage-Reihe mit etwas mehr Ruhe und Sorgfalt auf den Markt zu bringen, um diese Fehler zu vermeiden, deren Behebung nun viel Zeit und Geld kosten wird, von der Verwirrung der Kunden gar nicht zu sprechen. Letztlich hoffe ich, dass die richtigen Tabake in egal wie etikettierten Dosen landen und die Nachbauten den Geschmack der Dunhill-Anhänger treffen.

    • Servus Achim,
      das trifft es auf den Punkt und zieht sich auch durch alle Kommentare, selbst durch die mündlichen: warum nur, warum? Mein Lieblingsphilosoph (unter den zeitgenössischen) HD Hüsch hat sich früher bereits dazu geäußert: VORHER NACHDENKEN !

      Ein Gedanke ist mir schön öfter bei K&K gekommen: vielleicht sollte man dort an der Kompetenz der Geschäftsführer ein wenig arbeiten, auch für das obere Management gibt es hervorragende Seminare, Workshops und Trainings. Wenn man es denn kapiert ……..

    • Servus Wikingerle, so bleibt wenigstens Bewegung im ansonsten fast schon langweiligen Tobaccoland. Langsam anfangen und dann schnell aufhören, hat sich K&K wohl dabei gedacht. Was für eine Zelluloid Verschwendung, wenn ich an die Fotos denke, die wir angefertigt haben, den Strom für die Ausleuchtung, Batterien für die Kamera, letztlich Einkauf der Tabake und … und …. und ….
      Fund raising ist bald angesagt. Oder wir bitten K&K um ein paar kostenpflichtige Anzeigen .

  7. Peter Hemmer sagt:

    Also ich verstehe alles Unverständnis für die doch arg seltsame Situation und ich bin gespannt, wie sich das alles auflöst, aber es gab ja in dem Statement von K&K einen Satz, der mich sehr gefreut hat, nämlich der, dass die Mischungen selber so bleiben wie sie sind! Abgesehen davon, dass im Nachfolger der Navy Rolls schlicht und ergreifend der falsche Tabak drin ist, hat K&K hier nämlich einen herausragend guten Job gemacht und die alten Mischungen mit ihrem Stil verdammt gut bewahrt! Alle drei von mir bislang gerauchten Tabake waren mehr als gut und ich würde sie mir jederzeit nachkaufen, ganz egal wie sie nun heissen werden. Das wäre für mich das Entscheidende. Solange der Tabakmeister hier so viel besser ist als die Marketingabteilung ist das für mich OK – umgekehrt wäre es wesentlich schlimmer! Dass aber ein erstklassiges Produkt auch erstklassig vermarktet werden sollte, darüber besteht hier ja eh Konsens.

    • Der veunglückte Vorgang hätte keine Beachtung gefunden, wenn es sich um einen neuen Tabak handeln würde, der trotz erst jüngst durchgeführter Markteinfühung re-branded werden muß. Dazu besteht nicht einmal die Notwendigkeit einer Erklärung, das geht doch einfach unter und kann mit Verbesserung/Verschönerung erklärt werden. Denken wir nur an die erst kürzlich erfolgten Namensänderungen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen. Redet doch kein Mensch mehr drüber. Aber hier war wohl die Marketingstrategie des Herstellers -sofern es überhaupt eine gab – unausgesprochen die Nachfolge der verstorbenen Tabakikone Dunhill anzutreten und auf deren Nimbus aufzusetzen. Das ist nun gründlich schiefgegangen.
      Eine Robert McConnell Heritage „Irgendwas“ Reihe ohne apostrophierte Nachfolge von Dunhill, also eine davon losgelöste, eigenständige Erweiterung des renommierten RMcC Brands, hätte Erfolg gehabt und würde immer noch Erfolg haben können.
      Abgesehen von den offensichtlich aufgetretenen Problemen, die uns Pfeifenraucher eigentlich egal sein können, ist die Produktidee hervorragend, nur entsprach dem nicht die Umsetzung. An der Rezeptur und Qualität – wie Du zu Recht sagst – gibt es überhaupt nichts auszusetzen, aber das kennen wir ja von K&K.
      Dennoch bleibt es interessant, wenn der Tabak tatsächlich wieder re-branded auf den Markt kommt. Denn das die K&K Rezepturen unverändert sein werden, möchte ich nach der bisherigen Erfahrung mit Heritage erst überprüfen.

  8. Irgendwie ist ja im Nachhinein alles ganz klar und die Agenda der Beteiligten leicht zu durchschauen. BAT hatte vor die Dunhill Lizenz abzustossen. Um sie noch wertvoller zu machen, bringen sie kurz vorher noch ein paar fast vergessene Tabaksorten zurück auf den Markt. Erhoffen sie sich doch so, bei der Verhandlung mit einem möglichen Käufer damit noch mehr Gewinn zu erzielen.

    Wir haben uns – naiv wie wir anscheinend sind – über die „neuen alten“ Tabake gefreut, sie eifrig geraucht und rezensiert.
    Ich als Webmaster kenne die Reichweite unserer Tabakrezensionen und glaubt mir, wir haben einen gar nicht so unerheblichen Teil dazu beigetragen, dass die „neuen“ Dunhills von vielen hier im deutschsprachigen Raum zumindest einmal gekauft und probiert wurden.

    Dann scheitern die Verhandlungen am Preis, der ja mit der Wiedereinführung von Aperitiv, Durbar etc. künstlich hochgetrieben wurde …

    Wir Pfeifenblogger enthusiastisch und unseren Lesern verpflichtet, rezensieren gleich mit aller Kraft die ganz neuen Heritage-Tabake (noch nie hatten wir drei so viele Tabakdosen auf einmal geöffnet) und jetzt … wieder nur: Pfeifendeckel!

    Wie sagt der Münchner: „Jetzt stinkt er ma, und zwar g’waltig!“

  9. Erno Menzel sagt:

    Wenn ich so in meine Tabakbar schaue, dann komme ich zu dem Schluss, dass ich dabei auch nicht mehr mitspiele. Ich habe HU, durch diesen Blog Huber Balkan + Lousiana Flake entdeckt, noch mehr von Huber und Heinrichs und seit Neuestem die hervorragenden Blends vom Danishpipeshop (BS, Blue Queen…). Was brauche ich da noch mehr? Nix, ab und an noch eine Bestellung bei Dan Pipe, dann ist doch alles prima. Also, machs gut Alfred, war schön mit dir.

  10. Jens-Helge Gottschall sagt:

    Dass der gute Alfred oder seine Nachfahren mit dem Tabak nichts mehr zu tun hatten, ist ja nun hinlänglich bekannt, dass der den Umsatz optimierende Dunhillschriftzug mittlerweile nicht mehr vorhanden ist, war ja nun auch schon zu lesen, warum also die Tabake immer noch schlappe 13,60€ kosten sollen, wo sich doch angeblich nichts geändert hat, das erschließt sich mir nicht. Robert McConnell mag ja einen guten Ruf haben, bei wem auch immer, aber mit diesem hochpreisigen Einstieg ohne Exklusivitätszuschlag von Dunhill, könnte es schwierig werden, dauerhaft am Markt zu bestehen, sobald die ersten neugierigkeitsgesteuerten Einkaufswellen vorüber gegangen sind. Auch wenn ich früher den 965 sehr gerne geraucht habe, ist doch mittlerweile von dem Glanz vergangener Zeiten nicht mehr viel übrig.

    Ich halte es da wie Erno, andere Mütter haben auch schöne Töchter, vermutlich, nein sicher, sogar die hübscheren, quasi irgendwo aus dem Krater, bzw. der ägyptischen Wüstenoase.

    • Was den „Umsatz optimierenden Dunhillschriftzug“ angeht, so ist der ja auch schon seit Jahren FAKE.

      Das „echte“ Dunhill-Logo hat ja seit 1965 diese extrem langen „h“ und „l“s – „Minuskeloberlängen“, wie wir Klugschwätzer sagen …
      Der Schriftzug auf den Tabakdosen ist hingegen einfach irgendein Schreibschrift Font.
      Das war schon die erste Trennung vom echten „Dunhill“.

      • Peter Hemmer sagt:

        Apropos Klugschwätzer: Wie kommst du denn auf 1965? Dieses „echte“ Dunhill-Logo ist ein Art Deco Logo aus den 30er Jahren! Prangt in voller Größe vor blauem Grund auf der Titelseite des Kataloges von 1937! Es gibt noch ein älteres „echtes“ und das „White Spot“ Logo, die beide wohl noch aus den 1910er oder ganz frühen 1920er Jahren stammen.

    • Peter Hemmer sagt:

      Also unter den STG Versionen der Dunhill Tabake gab es IN MEINEN AUGEN welche, die eher austauschbar waren und andere, die ich in ihrem Stil als etwas besonderes empfand. Da waren welche, die ich deutlich langweiliger und gesichtsloser empfand als ihre Murray’s Vorgänger, denen jeder im Sinne von „früher war alles besser“ nachtrauert. Da waren aber auch welche, die FÜR MICH raffinierter und besser waren als die Murray’s Versionen. Der Glanz vergangner Zeiten ist hier kein flächendeckender, sondern ein partieller – wie heute auch. Der eigentliche Glanz verganger Zeiten liegt eher in den originalen, noch von Dunhill selbst produzierten Mischungen, nur kennt die ja kaum mehr jemand, weil sie vor bald 40 Jahre vom Markt verschwunden sind.
      Mich freut ja sehr, dass ihr unsere Afrika-Serie mögt, mir geht es da ganz genau so, aber diese Tabake haben wir gemacht, weil wir etwas anderes als das bereits Erhältliche machen wollten. Da ist keine Mischung so ähnlich wie der Nightcap, der Durbar oder der Royal Yacht. Und so sehr ich mich über den Fayyum freue, so sehr hätte es mir Leid getan, wenn der Durbar, Baker Street oder Royal Yacht verschwunden wären.
      So wie ich das verstanden habe, sind die Mischungen von K&K nachgemischt worden, also nicht einfach die originalen Rezepte in Rellingen gemischt worden, sondern etwas Neues, das dem Alten möglichst nahe kommt. Das ist nicht eine Sache von ein paar Stunden, das sind vermutlich Monate bei der Anzahl „neuer/alter“ Blends! Und wenn ich mir überlege, was eine anständige Zigarre oder eine anständige Flasche Wein kosten, dann ist es mir zu müßig, bei einem Spitzentabak – und darüber reden wir hier – darüber nachzudenken, ob der nun 12.80 oder 10.80 kostet. Schließlich sind in einer 50g Dose 15+ Füllungen à 90+ Minuten Genuss! Da kann man sich jetzt ausrechnen, wieviel Cents pro Pfeifenfüllung teurer oder weniger teuer die Sache wird. Selbst eine Flasche Bier als Begleitgetränk kommt dich da teurer als eineinhalb Stunden Spitzentabak!

  11. Karl Hirsch sagt:

    Richtig, der Auswege sind viele. Der Unwille richtet sich aber schon längst nicht mehr gegen die Einstellung der Herstellung der (sogenannten) Dunnhill Tabake an sich, sondern gegen dieses regelrechte – für Pfeifenraucher im doppelten Sinn – an der Nase herumführen im Zuge der Vorstellung eines angeblich nahtlosen und kurzfristig möglichen geradezu fliegenden Wechsels zu Ersatztabaken. Man konnte sie schon kaufen und testen, aber kaum blieb Zeit zum loben oder nörgeln – schwupp! und weg sind sie wieder. Und das ohne Vorhandenseins eines Pendants zur österreichischen Tabakregie, aber das ist auch kein echter Trost.
    Das Wikingerle dreht sich einen Joint und schweigt.

  12. Erno Menzel sagt:

    Bis zum heutigen Tag gibt es keine Verlautbarung auf der KK Homepage, auch die Fachhändler wurden nicht informiert. Mein Händler des Vertrauens wusste von nichts und wurde von mir informiert, dass vorerst keine weiteren Dosen ausgeliefert werden und warum dies so ist, er ging davon aus, dass die Tabake auf Grund des großen Erfolgs schlicht vergriffen sein. Was ist denn so schwer daran, einen Fehler einzuräumen und mitzuteilen, wann und ob es wieder Nachschub für die Fans, zu denen ich mich nicht mehr zähle, gibt. Ohne diesen Blog würden wir alle, passend zur Jahreszeit, im Dunkeln tappen. Freunde in den USA und dem UK müssen über Kommentarfunktionen informiert werden, dass ihre Hoffnung auf Einführung in ihrem Land zunächst getrübt werden muss.

  13. Veronika sagt:

    Hilfe und mit der Bitte um einen „guten Pfeifenraucher-Rat“
    Da mein Mann leidenschaftlicher Pfeifen-Raucher und z. Zt. geschockt davon ist, dass der von ihm bevorzugte und geliebte Tabak „Dunhill Early Morning Pipe“ offensichtlich nicht mehr verfügbar ist, bitte ich um „Hilfe“ und einen „guten Rat“,
    welcher Tabak dem „Dunhill Early Morning Pipe“ vom Geschmack her am nächsten kommt, da ich es leid bin, um meinem Mann eine kl. Freude zu bereiten immer wieder andere Tabaksorten/dosen zu kaufen, welchen dann ja auch ein „paar Krümelchen“ entnommen werden um dann zu dem Ergebnis zu kommen, dass er nicht den Erwartungen entspricht, denn was gibt es schöneres, als einen Mann zu beobachten, welcher wieder glücklich und zufrieden im bequemen Sessel sitzt, an seiner geliebten Pfeife „nuckelt“ bzw. den Tabak genießt und so auch eine Art von Gemütlichkeit verbreitet und es wäre so einfach, Glück für kleines Geld zu verschenken „wenn wir nur den richtigen Tabak hätten“ – also vielen Dank im Voraus
    Veronika

  14. Erno Menzel sagt:

    Liebe Veronika,

    wenn das so einfach zu sagen wäre, gäbe es die ganze Aufregung um Early Bird und Kollegen ja nicht. Orientlastige Latakiablends gibt es reichlich, nur sind halt die Nuancen entscheidend und Ihr Mann scheint die ja negierend wahrzunehmen. Also bleibt nur weiter probieren. Im Übrigen ist Ihr Mann zu beneiden.

  15. Wolfgang sagt:

    Die Serie ist jetzt offenbar tatsächlich wieder komplett eingestellt worden?!

    Auf der KK Homepage ist nichts mehr von Robert McConnell Heritage zu finden. Wenn man die URL kennt (zB aus Browser-Chronik) kann man die Seiten zwar noch aufrufen, aber so sind sie weg.

    UFFF. Das‘ ja nen Ding. Ich muss sagen, dass ich das nicht gedacht hätte. Ich kann zwar euere Meinungen verstehen, dass das alles etwas dreist war. Aber wer will einem denn verbieten, einen Tabak „Flake“, „Eclipse“, „City Of London“ usw zu nennen? Naja, offenbar geht es doch. Um den Lisbeth-Nachbau tut es mir aber echt war leid 🙁

  16. Servus Wolfgang, mit dreist hast Du leider nur unzureichend beschrieben, was sich K&K da erlaubt hat. Den Eclipse als Derivat zum Navy Rolls/Escudo zu propagieren und einfach den Bulls Eye abzufüllen, da das der Raucher in seiner Naivität eh nicht merkt, hat schon was. Diese Attitude von K&K und das dem Management mangels Kompetenz völlig abgehende Gespür für den (End-) Kunden ist das eigentlich Ärgerliche. Denn zwischenzeitlich wissen wir, das dieser Vorgang kein Verpackungsfehler war. Jetzt hätte ich auch gern ein Wikingerle.

    • Wolfgang sagt:

      Lieber Bodo,

      Da hast du vollkommen Recht. Ich meinte dreist eigentlich ausschließlich gegenüber der BAT oder Dunhill oder wer auch immer jetzt dafür gesorgt hat, dass die Serie wieder vom Markt verschwinden muss. Aber wie man mit den umgelabelten Bulls Eyes durchkommen wollte, ist gegenüber den Kunden natürlich unterste Schublade. Bin weder an den Navy Rolls noch am Bullseye übermäßig interessiert, daher hatte ich den ausgeblendet. Die anderen Blends aus der Heritage-Serie, hätte ich durchaus als Bereicherung empfunden.

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