Robert McConnell Heritage | Majesty Elizabeth

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Majesty Elizabeth – Ein guter Freund von mir erzählt hin und wieder die Geschichte von einem freiherrlichen Bekannten, irgendeines Baron Schlagmichtot, der in geselliger, überwiegend aristokratischer Runde von seinem Urlaub berichtete und diesen Bericht mit dem gewichtigen Satz abschloss: „Und dann haben wir noch die Tante Lizzy besucht“. Auf die fragenden Blicke seiner Zuhörerschaft erklärte er im vollendetsten Graf-Bobby-Tonfall: „Na – England!“ Unweigerlich musste ich an diese Geschichte denken, als ich meine neue Dose Robert McConnell Majesty Elizabeth aufgemacht und mir dabei vorgestellt habe, wie man in einem Gewerbegebiet zwischen Pinneberg und Hamburg ersonnen haben mag, der englischen Monarchin ein Denkmal zu setzen, das keinem anderen Zweck dient, als sich in Asche aufzulösen. Das aber immerhin mit sehr großem Genuss! Und das ist ja schließlich die Hauptsache!

Aus Dunhills Elizabethan Mixture, Hommage an ein ganzes Zeitalter, versinnbildlicht auf der Dose mit Butzenfenster, Tonpfeife, einem Buch und dem Modell einer englische Galeone, das alles auf einer Seekarte, den Bogen schlagend von Shakespeare zu Francis Drake, wurde durch die Neuauflage Robert McConnells Majesty Elizabeth. Welche Elizabeth ist egal. Hauptsache der Wiedererkennungswert stimmt! Und der stimmt nicht nur beim Namen, er stimmt auch beim Tabak!

Das Tabakbild von McConnells Majesty Elizabeth ist optisch nicht von der STG Version der Elizabethan Mixture zu unterscheiden, lediglich die Vorgängerversion von Murrays war etwas dunkler. Auch im Geruch aus der geöffneten Dose sind keinerlei Veränderungen zu bemerken. Die Veränderungen, die hier vorgenommen worden sind, sind so subtil, dass sie einem nicht auffallen.

Das einzige, was mir aufgefallen ist: für meinen Geschmack ist der Tabak der neuen McConnell Majesty Elizabeth ein wenig zu feucht. Nicht, dass man den Tabak so nicht rauchen könnte. Das kann man sehr gut. Aber wenn man ihn ein wenig abtrocknen lässt, entwickelt der Majesty Elizabeth etwas intensivere Geschmacksnoten. Alles in allem aber kein Problem. Mir ist das nur aufgefallen, denn im Gegensatz zur Majesty Elizabeth waren die anderen beiden von mir bislang probierten neuen McConnell Versionen der ehemaligen Dunhill Tabake, der Durbar Square und der My Mixture Barking Road, eher auf der trockeneren Seite, was mir persönlich lieber ist.

Das Abbrandverhalten ist trotz der höheren Feuchtigkeit absolut tadellos und somit eine der Stärken der alten Dunhill Elizabethan Mixture in die neue Version perfekt übersetzt! Geschmackliche Unterschiede kann ich keine nennenswerten feststellen, weshalb ich auch hier auf mein Review zur Elizabethan Mixture verweisen darf. Ich könnte nichts neues dazu schreiben. Dort finden sich auch Fotos vom Tabakbild der STG und der Murrays Version zum Vergleich, wenn man ihn denn bräuchte.

Zusammenfassend kann man konstatieren, dass diese Neuauflage für die Raucher ein großer Gewinn ist und die Unterschiede bei den von mir bislang gerauchten Mixtures entweder kaum wahrnehmbar sind oder sich in einem recht übersichtlichen Maß bewegen – im Gegensatz zum Robert McConnell Eclipse oder gegebenfalls zum Robert McConnell Flake, also den Press-Tabak Versionen. Wenn man bedenkt, dass die Wechsel von Dunhill zu Murrays und von Murrays zu STG jeweils wesentlich gravierender ausfielen, dann kann man froh sein, wieviel hier bewahrt wurde! Auch, wenn der eine Traditonsmarkenname durch einen anderen Traditonsmarkennamen ersetzt werden musste.

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1 Antwort

  1. Jürgen Gradenegger sagt:

    Das hört sich ja beruhigend an! war doch die Elizabethan Mixture einer meiner liebsten Tabake von Dunhill. Es sind einge Dosen der Heritage Sereie zu mir unterwegs und ich bin auf eigene Tests gespannt.

    Rauchige Grüße

    Jürgen Gradenegger

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