Samuel Gawith | Bothy Flake

Samuel Gawith hat uns seit 1792 zahlreiche hervorragende Tabake beschert und die Einordnung Lakeland Tobaccos geschaffen – zusammen mit Gawith & Hoggarth, mit denen sie seit der Trennung von 1865 ab März 2015 wieder vereint sind. Zahlreiche SG-Tabake sind hier im Pfeifenblog.de beschrieben, darunter auch der hervorragende Forum Plug EPIKUR. Der SG Bothy Flake ist bereits seit Herbst 2014 in Deutschland erhältlich und wird als  A Kearvaig Pipe Club Tobacco ausgewiesen. Bothy bezeichnet eine Hütte/Schutzhütte in meistens abgelegener Gegend, in der Regel ganz minimal ausgestattet. In ein solches Bothy ziehen sich die Herren des Kearvaig Pipe Club gelegentlich zu illustren Veranstaltungen zurück, die sie leider sehr geschmackvoll und honorig dokumentieren und auf ihrer Webseite (Meet the Crew!!!) veröffentlichen. Ich gehe darauf nicht weiter ein, die Fotos auf der Webseite sprechen für sich und lassen nicht vermuten, daß der Club sich wirklich dem passionierten Tabakgenuß und schönen Rauchgeräten widmet. Wie immer: cha­cun à son goût.

Der Flake, in der vorliegenden Dose einigermaßen gleichmäßig dünn geschnitten, wofür SG nicht gerade bekannt ist, gibt ein schönes Tabakbild ab. Allerdings: verglichen mit der Sorgfalt, die MacBaren oder Orlik (STG) auf den Schnitt verwenden, liegen immer noch Welten dazwischen. SG bleibt halt einfach schluderig.

sechs Flake-Scheiben, sechs unterschiedliche Stärken, das muß man erst mal hinbringen…

Ein üblicher SG Virginia mit wenig Latakia und vorgeblich mit „typischem Highland Malt Whisky“ veredelt. (eher wohl ESSENZ!!!!). Den riecht nur, wer die Inhaltsangabe vorher gelesen hat, ansonsten kann auch Terpentin oder irgendein Lacklöser verwendet worden sein. Sie sehen schon, wohin die Reise geht.

Der Flake ist ausnahmsweise nicht klatschfeucht, sondern zum „Sofortverzehr“ geeignet. Er läßt sich nach fachmännischer Befüllung unproblematisch anzünden und brennt oder glimmt, je nach Gusto. Und das war`s.

.. ist zwar dem Geschmack nicht abträglich, aber schön verpackt ist anders.

Ich weiß nicht, wie es gelingt, ein Nullaroma beim Abbrand zu erreichen. Ein geschätztes Mitglied der Münchner Runde, ausgewiesener Tabakkenner, spricht häufig von der Eindimensionalität gewisser Tabake. Ich habe das stets als ein schönes, aber nicht wirklich anwendbares und allgemeinverständliches Kriterium angenommen, bin nun aber durch den Bothy Flake erhellt worden. Es gibt tatsächlich auch noch eine Null-Dimension.

Mir fehlt die Fähigkeit, diesen Flake subtiler zu beschreiben, weil es eben nichts gibt, was zu berichten wäre. Weder etwas Negatives, noch es etwas Gutes. Das reine Nichts. Nach drei Versuchen habe ich es aufgegeben. Warum stelle ich ihn dann überhaupt vor? Na ja, die Dose ziert ein schöner Aufkleber.

Bessere Virginia Flakes gibt es zuhauf, auch aus der SG Produktion. Nimmt man den Dunhill Flake zum Vergleich (noch teilweise erhältlich, aber leider bereits Schnee von gestern), dann scheint der von einem anderen Stern zu kommen.

Samuel Gawith
Bothy Flake
A Kearvaig Pipe Club Tobacco
50g Rechteckdose – 13,60€
erhältlich im deutschen Fachhandel

 

Logo Samuel Gawith: copyright of Samuel Gawith & Company, Ltd



WERBUNG ! …. hinaus auf die Strassen

Bekanntlich sind die Betreiber von Pfeifenblog …… stop: kann jemand mal ein anderes Wort wie Betreiber vorschlagen, schliesslich führen wir keinen Baumarkt, keine Tankstelle oder gar ein Bordell. Und bitte nicht Admins, Sysops oder ähnlich malerische Bezeichnungen. Bis Sie etwas gefunden haben, spreche ich einfach mal vom Trio. Also Da Da Da und cut, noch einmal von vorn.

Wie unsere Leser wissen, hat das Trio eine starke Affinität zu allem, was mit gepflegtem Essen & Trinken in Verbindung steht. Ständig wird gekocht und gemixt, bepflanzt und geerntet, wobei der gezielte, sorgfältige Einkauf wichtiger Vorgang aller kulinarischer Wege ist. Somit: bevor an den Herd, geht es erst einmal auf den Markt. Wohlgemerkt, ich spreche nicht ausschließlich von der wichtigen Alltagsküche. Während Alexander der bajuwarisch-fränkischen Landküche ein Hohelied singt, Peter sich lebensweg-bedingt der mediterranen und vor allem der römischen Küchenwelt verschrieben hat, gibt es von mir ein spezielles Augenmerk auf die Genüsse Asiens. Nachdem ich fast vierzig Jahre lang ausnahmslos alle asiatisch-pazifischen Regionen mehrmals im Jahr bereist habe und das weiterhin tue, naheliegend.

Wie jeder ambitionierte Kochenthusiast hat sich im Laufe meines Lebens eine unüberschaubare Bibliothek von Koch- und sogenannten Lifestyle Büchern angesammelt. Immer wieder nehme ich mir vor, kein einziges Kochbuch, keine Rezeptsammlung mehr zu kaufen. Na ja, vielleicht das eine oder andere aus vergangenen Zeiten, wie z.B. dieses wunderschöne Kompendium, die Ausnahmen sind mittlerweile aber auch schon wieder ausgeufert. Aber das mache ich bald einmal Gegenstand eines anderen Artikels.

Jetzt folgt in Abkehr unseres Grundsatzes, keine Werbung im Blog zu dulden, in ungewohnter Weise genau diese. Allerdings in eigener Sache. In ureigener sogar. Ich meine damit, zu unserem Nutzen und Vorteil. Denn was wir jetzt für Sie bereithalten, wird Sie zu fantastischen kulinarischen Quellen in Asien führen. Ich bin jedenfalls so begeistert davon, das ich meine Asia-Kochbuch Sammlung nur noch anfasse, wenn ich fertig mit dem Kochen bin und bereits beim Digestif sitze. Ausgenommen von dieser neuen Attitude sind die zwei umfangreichen Vietnam Bände von Luke Nouyen und das liebgewonne Büchlein über die Heritage Küche von Singapore, das mir meine hochgeschätze, liebe Freundin Avril Gan vom Singapore Pipe & Cigar Smokers Club einst schenkte, die mich bei unzähligen Pfeifenrunden mit vielen faszinierenden Geschichten von ihrer Großmutter und deren Kochkünste im alten, noch malayischen Singapore so anregend unterhalten hat. Mein bevorzugtes Rezept aus dem prä-touristischen Singapore – Bak Kut Teh – können Sie am Ende des Artikel nachlesen und für 10 Mitglieder halte ich eine kleine Überraschung bereit, aber davon später in den Kommentaren.

Heute finden wir in unseren Städten an jeder Ecke irgendeinen Asia Imbiß, ein Sushi Take Away, eine unüberschaubare Anzahl von teils krude komponierten Indisch-Thai-China-Mongolisch International Küche – Restaurants, die ich mich weigere, überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Wer so etwas anbietet, meistens mit einer 100-seitigen Menükarte, kann nicht ernstgenommen werden. Und seine Gäste ebenfalls nicht.

Dabei beginnen die neuen meist vietnamesichen Restaurants oder Garküchen, wenn letztere auch eher Imbißstände sind, bei uns ganz vielversprechend. Das Klima und unsere hygienischen Bestimmungen lassen kein authentisches Street Food zu. Aber vor allem der Geschmack der Deutschen bewirkt, das nach wenigen Monaten eine Anpassung an deren Vorlieben vorgenommen wird. Statt Fischsauce ( puuuh….) zieht Maggi ein, Chili gibt es nur noch als hömopathischen Hauch (wie scharf ist denn scharf bei Ihnen? Scharf ist scharf! Oh, dann besser nicht scharf) und alles wird in Kokosmilch ertränkt.

Wie es sein könnte und tatsächlich in Asien ist, zeigt uns ein fantastischer Blog, der sich ganz dem Thema Asia Street Food widmet und der ein Leuchtturm in der Flut der Food Blogs ist: der gleichnamige Asia Street Food Blog von Heike und Stefan Leistner.

Alles beginnt mit der perfekten Übersicht über die Länder und deren Kultur und Küchen, die die zwei immer wieder bereisen:  Korea, Taiwan, China, Vietnam, Thailand, Malaysia, Indonesia,  Cambodia und Laos. Vor 10 Jahren entstand die Idee, die Erfahrungen, die gewonnenen Freundschaften, in einen Blog einzubringen. Die mittlerweile enorme Anzahl von Rezepten aus den verschiedenen Länderküchen wird mit hervorragendem Bildmaterial vorgestellt, alle Gerichte sind untermauert durch eigene Erfahrungen und auch für den nicht so sattelfesten Koch relativ einfach nachzukochen. Ich könnte hier noch länger schwärmen, aber bevor Sie ob dieser Schwärmerei in Zweifel geraten, schauen Sie selbst nach. Ich bin mir sicher, Sie werden Ihr optimales virtuelles Asia Koch Buch entdecken.


Effizientes Knowhow – in der Blog Pantry


 

Asia Street Food live: Heike Leistner im Einsatz vor Ort – (c) asiastreetfood

Wie aufwändig Heike & Stefan vor Ort recherchieren und wie kompetent sie Warenkunde betreiben, zeigt die aktuelle Vorstellung zum Thema Fischsauce, die in Vietnam unverzichtbar ist und eine herausragende Bedeutung genießt. Peter Hemmer und ich sind bereits dem Vorschlag für die weltbeste Fischsauce gefolgt und sind begeistert.

 

 

 

 

 

Leider ist es so: das iPad in der Küche hat bei uns Einzug gehalten, was zumindestens an den Büchern keine „Kochspuren“ mehr hinterläßt. Und mit ihm der Blog Asia Street Food.

Im Pfeifenblog Direktzugriff auf der rechten Navigationsleiste unter „Befreundete Blogs“ 

 

 

BakKutTeh

innerhalb des Fensters mit der Maus scrollen, Seitenwechsel 1-5 im Dokument mit Pfeilbuttons. (mouse over)




Schreiben ist Gold ……….

Mit Foren hat es begonnen, zu frühen Internetzeiten. Gleichgesinnte schlossen sich zusammen, um miteinander zu kommunizieren, um allgemeines oder spezielles Wissen für in der Regel geschlossene Interessenguppen zur Verfügung zu stellen und diese daran mitwirken zu lassen. Ein wesentliches Merkmal auf diesen Plattformen war (ist) die Konversation und Diskussion der Mitglieder miteinander. Vielfach sind Foren durch die Enwicklung zeitgemäßer Internetplattformen und Tools wie WordPress durch Blogs abgelöst worden. Während die meisten Foren das phpBB Format verwenden, das eine schlichte Optik mit heute vielfach veralteten und starren Strukturen und Funktionen bereitstellt, sind Blogs eine zeitgemäße, elegante und vor allem schnelle Variante, deren gestalterische und funktionale Möglichkeiten schier unbegrenzt sind. Auf den Nenner gebracht: Blogs sehen einfach besser aus und sind für die „Produzenten“, die Autoren, eine wunderbare Arbeitsumgebung. Somit ist es keine Überraschung, das unser Pfeifenblog.de in nur eineinhalb Jahren eine Leserschaft im oberen fünfstelligen Bereich erreicht, mit monatlich steigender Tendenz.

Immer wieder wird in Kommentaren von forumerfahrenen Lesern bedauert, das unser Blog nur eingeschränkte oder zu komplizierte Konversationsmöglichkeiten ermögliche. Mit Verlaub: das sind fake news, wie sie unser aller, ach so hochverehrter transatlantischer Dominator in der Gesellschaft als neues Normativ plaziert hat. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wie auch früher in einem Forum, registriert sich der Blogleser mit einem einmaligen Vorgang, wobei nur der Name und die Emailadresse angegeben werden muß, was zu einer sofortigen, automatisierten Freischaltung als Mitglied des Blogs führt. Von da ab sind beschränkungslos Kommentare und Dialoge zu allen Beiträgen möglich, ohne das irgendwelche weiteren Angaben notwendig sind.

Wie kam es zu diesem Eindruck?

Ganz einfach, wir Blogbetreiber haben das nicht richtig kommuniziert und darüber hinaus gibt es auch noch die verwirrende Prozedur des Abonnements. Ich bekenne: ich habe die geduldig wiederholten Erklärungen unseres geschätzten Chefbloggers und Media Profis Alexander schlichtweg nicht verstanden und sie als leichtfertig Beratungsresistenter als spezifisches Media-Gedödel abgetan. Nun gehe ich in Sack und Asche.

Zur Sache Uschi: Auf der rechten Navigationsseite des Pfeifenblogs gibt es die Option, den Blog einfach durch die einmalige Angabe der Email-Adresse (ohne weitere Daten wie Name etc.) zu abonnieren. Ab da wird man durch eine Email immer dann informiert, sobald neue Beiträge veröffentlich sind und kann auf diese direkt aus der Email heraus zugreifen.

Und genau nur das.

Das Abonnement beinhaltet keine Mitgliedschaft und bietet auch keine Option für eine barrierefreie Kommentierung oder andere Beteiligung. Somit ist es nichts anderes als ein bequemer Hinweis, was sich so im Blog tut. Dem folgt man oder nicht. Und darin liegt unseres Erachtens das Mißverständnis.

Denn nur durch eine einmalige Registrierung gelangt der geneigte Leser in zwiefachen Genuß: eine uneingeschränkte Möglichkeit zur Abgabe von Kommentaren oder zu einer interaktiven Beteiligung an Diskussionen und einem Meinungsaustausch. Ohne -anders als bei Abonnenten oder freien Lesern notwendig – sich den Beschränkunken der monströsen DSGVO unterwerfen zu müssen. Damit entfällt eine große Hemmschwelle. Das Abonnement ist zudem in der Mitgliedschaft enthalten.

Was ist notwendig?

In der oberen Menüleiste haben wir zwei neue Punkte aufgenommen: Anmeldung und Registrierung. Während die Anmeldung bei jedem Aufruf des Pfeifenblogs durchgeführt wird (Benutzernamen und Passwort), sofern man nicht nur lesen will, ist die Registrierung ein einmaliger Vorgang.

Wichtig: auch ohne Anmeldung hat man völlige Lesefreiheit im Blog und kann auch alle Optionen der rechten und linken Navigationsseiten nutzen.

Wie intensiv wir die Kommunikation gestalten, liegt bei uns, den Mitgliedern. In welchem Umfang das geschieht, wird von den Blogbetreibern, anders als in einem Forum, nicht gesteuert und auch nicht als Erfolgskriterium bewertet.

Eine genaue Beschreibung und die detaillierte Erläuterung über die funktionalen Rollen im Pfeifenblog finden Sie in Kürze wieder im re-aktivierten Menüpunkt Insight Blog.

 




Herber Verlust in Singapore

Dr. Michael Loh, Gründer und Heart & Soul des Singapore Pipe & Cigar Smokers Club und weltweit bekannter Pfeifen- und Tabaksammler, ist tieftraurig. Ihm ist die erste Forumpfeife 2010 abhanden gekommen, so daß seine Sammlung mit sämtlichen Forumpfeifen nicht mehr komplett ist. Nun sucht er händeringend nach dem Besitzer einer möglichst unberauchten 2010er, der sie ihm verkaufen würde. Wir wissen, daß sich kaum ein Sammler von seinen Forumpfeifen trennen wird, aber der Pfeifenblog möchte nichts unversucht lassen, Mike, mit dem uns seit über 20 Jahren eine enge Freundschaft verbindet und der jahrelang Mitglied in Pfeifen und mehr war, zu unterstützen. Im unerwarteten, aber erhofften Fall der Fälle können Sie direkt an die Email admin@pfeifenundmehr.de  schreiben oder hier als Kommentar posten. Dr. Mike, Avril Gan und Alec Molloy werden uns im Dezember hier in München ein paar Tage besuchen, zuvor machen sie in bei unseren Kölner Freunden Station.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Bitte lesen auch hier in Dr. Mike`s Blog




Dhafer Youssef | Jazz Stories zum Träumen

Wenn Sie diesen, den zeitgenössischen Jazz um eine eigenständige, inspirierende, wundervolle Strömung erweiternden tunesischen Oudspieler, Sänger und Komponisten bisher nicht wahrgenommen haben, dann lesen Sie bitte nicht weiter, bevor Sie die folgende Komposition angehört haben. Sie erscheint mir sehr dazu geeignet, Ihnen ein Bild des Künstlers zu vermitteln. Und dann erzähle ich ein wenig mehr …….


Dhafer Youssef ist längst angekommen. Der Weg zu einem wichtigen Jazzmusiker war nicht leicht, wie bei so vielen und er führte von der tunesischen Sahelzone nach Wien und dann weiter nach Paris. Hier lebt der heute 51jährige Kosmopolit seit über 15 Jahren, einst gefördert von so bekannten Kollegen wie Jack Dejohnette, Wolfgang Muthspiel, Bill Laswell, Nils Petter Molvær und zahlreichen anderen. Zu dieser wohl vorerst festen Bleibe gelangte Dhafer Moussef über Graz und Wien, Barcelona, Berlin, New York, Marokko und Dakar. So wird man zum Weltmusiker.

Photo:Tore Sætre

Die Oud, die arabische Laute, erschloß sich ihm als Autodidakt und seine Stimme, vor allem in den Kopflagen, ist gleichermaßen ein mit der Oud korrespondierendes Instrument, perfekt eingesetzt. Dem Komponisten aber ist es gelungen, sich vollständig auf der kosmopolitischen Jazzbühne zu integrieren. Hier wird Ihnen kein folkloristes Sahara-Afrika Bild geboten, sondern ein vom europäischen Jazz und vor allem seinen skandinavischen Einflüssen nicht zu trennendes Moment. Klassisch die weitere Besetzung: Piano, Kontrabass, Schlagzeug, Trompete, Saxophon und das eine oder andere arabische Blasinstrument.

Von Beginn an habe ich seine Alben genossen, ausnahmslos alle. Wer kontemplative Stimmungen mag, die von Kompositionen erzeugt werden, die den Hörer regelrecht entführen, die den Alltag zurückweichen lassen, dann ist es die Zeit für Dhafer Moussef. Und am besten beginnen Sie Ihre Reise zu den geheimnisvollen Orten und in fantastische Hörwelten, zu denen der Musiker und seine Begleiter Sie führen – der türkische Klarinettist Hüsnü Şenlendirici, der norwegische Gitarristen Eivind Aarset und der indische Tabla-Virtouse Zakir Hussein, mit dem aktuellen Album Sound of Mirrors. Die 12 Stücke sind sämtlich Kompositionen von Dhafer Moussef.


Dazu zwei Stimmen aus der Fachpresse

»Hier bewegen sich Musiker aus ihren angestammten Komfortzonen heraus, verwischen künstliche Grenzen, sind im Einklang und – pathetisch formuliert – treten in ein Reich ein, das so schön ist, dass man als Zuhörer lange darin verweilen möchte.« (Jazz thing, September / Oktober 2018)

»Spektakulär, wie sich … die markante Oud samt hypnotischer Stimme des 51-jährigen Weltbürgers mit der zart näselnden Klarinette von Hüsnü Senlendirici, die türkische Sufi-Tradition diskret spiegelt, zu traumschönen Soundscapes von entrückender Intensität verweben.« (Stereo, Oktober 2018)




Ein echtes „New Yorker“ Album ist das 2016er Diwan of Beauty and Odd, dessen 13 Songs dem christlichen (!) arabischen Dichter Al-Akhtal al-Taghlibî aus dem 7. Jahrhundert gewidmet sind. Begleitet wird Dhafer Moussef von Cracks aus der New Yorker Studioszene, dem Pianisten Aaron Parks, dem Bassisten Ben Williams und dem Schlagzeuger Mark Guiliana. Das Album klingt sehr different zum neuen Sound of Mirrors oder dem Bird Requiem, auf denen es eher um ein formvollendetes Treffen von Okzident und Orient erscheint. Augenblicklich ist es mein Favorit unter den sechs Alben, die ich besitze. Ihm ist auch das Eingangsstück Fly Shadow Fly entnommen, mit dem ich Ihr Ohr für die Kompositionen öffnen wollte.


In fast gleicher Besetzung, allerdings ohne Zakir Hussein, wurde 2013 das Album Birds Requiem eingespielt,das ich Ihnen nicht vorenthalten kann.Dhafer Moussef spannt seine erstaunliche Stimme von einem samtenen Bariton hin zu schwindelerregenden Falsetts, immer absolut sicher schwingen die Vierteltöne. Das Album ist wie ein  Gemälde, bei dem Sujet, Farben und Schatten während der Lautmalerei entstehen und sich von Komposition zu Komposition zu einem fertigen Bild hin entwickeln, stets eine wunderbare Überraschung für den Zuhörer.

Besetzung:  Piano – Kristjan Randalu | Trompete –  Nils-Petter Molvaer | Klarinette – Hüsnu Senlendirici | Bass – Phil Donkin | Drums – Chander Sardjoe | Gitarre – Eivind Aarset | Aytac Dogan – Kanun (Zither)


Wenn Sie dem Künstler nun soweit gefolgt sind, dann brauchen Sie vermutlich diese drei Alben ebenfalls

  • 2006 Divine Shadows
  • 2007 Glow – mit Wolfgang Muthspiel
  • 2010 Abu Nawas Rhapsody




Pfeifen und mehr (Pum) – das Gestrige

Ist es schon Nostalgie? Der Wunsch, Gewohnheiten zurück zu wünschen, zu konservieren, auch wenn sie nicht mehr zeitgemäß sind und vor allem Erscheinungsbild und technische Möglichkeiten, die das moderne Publishing und neue Wege und Methoden der Kommunikation bieten, nicht mehr mitmachen können? Obwohl im letzten Jahr des Bestehens die Beteiligung, die Interaktion, die über das Lesen hinaus für ein Forum essentiell sind, drastisch zurückgegangen waren, melden sich immer noch zahlreiche Stimmen, die das Beenden von Pfeifen und mehr (PUM) bedauern und leider noch nicht die wesentlichen Fortschritte und Vorteile des Pfeifenblogs.de feststellt haben.
Das Forum Pfeifen und mehr (Pum) wurde von den Betreibern zum 31.12.2016 nach fast 10 Jahren Präsenz stillgelegt, um alle Aktivitäten in den Pfeifenblog.de einzubringen. Der Vorläufer von Pum war das einige Jahre zuvor mit wechselreicher Entwicklung betriebene und dennoch beliebte Forum Welt der Pfeife (WdP). Beide Foren, WdP und viel mehr der Nachfolger Pum zeichnete insbesondere aus, das neben Pfeife & Tabak ein breites Spektrum von Musik-, Literatur- und Lifestyle-Themen geboten wurden, in dem sich die Interessen der jeweiligen Betreiber spiegelten.
Im Laufe der Jahre entstand so eine sehr große Datenbank (ca. 80.000 Berichte) mit Tabakreviews, Berichten über Pfeifenmacher und andere „Marktbereiche“ und Begebenheiten um den Mikrokosmos Pfeife angesammelt, die dem Pfeifenblog.de weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung steht. Zahlreiche Artikel, vor allem über Tabak, sind bereits im Pfeifenblog.de integriert, mit den zeitgemäßen Korrekturen und Anpassungen, teilweise auch mit neuem Bildmaterial versehen. Das werden wir sukzessive fortsetzen.

Es gibt neben einer Reihe anderer Highlights drei, die ich noch einmal ansprechen möchte, da sie anscheinend immer noch in vielen Köpfen der zuletzt 776 Mitglieder des Forums „herumspuken“: den Forumtabak EPIKUR, den Forum-Whisky BRAEVAL und das Projekt Pum-Jahrespfeife, letzteres tatsächlich eine Erfolgsgeschichte, die immer noch nachhallt. Der Epikur, ein Full Virgina Plug, wenn nicht gar der VA Plug schlechthin, ist vor einiger Zeit bereits in das Standardangebot vom exklusiven Vertrieb, Pfeifen Huber München, aufgenommen worden und sowohl im Shop im Münchner Tal wie auch online immer erhältlich.

Die Forumpfeife haben wir von 2010 bis 2016 einmal im Jahr als limited Edition angeboten und zwar jeweils als glatte und als gestrahlte Version. Die Form und das Design hat das „Trio Mysterioso“ erstellt, das heute im wesentlichen die drei Hauptautoren und Betreiber von Pfeifenblog.de stellt. Unter Steuerung von Jens Meyer von Pfeifen Huber München hat dann Poul Winslow die handgemachte Produktion durchgeführt, die in jedem Jahr zu einem meisterlichen Ergebnis geführt hat. Im Dezember gab es dann regelrecht spannende Bestellrallys, da die Editionen auf 30 Exemplare beschränkt waren und um ein gerechtes Verfahren zu haben ein ausgeklügelter online-Bestellablauf eingehalten werden mußte. Auch die Zustellung der Pfeifen wurde durch Pfeifen Huber professionell durchgeführt und in jedem Jahr gab es sehr zufriedene Pum-Mitglieder. Aber wie alle guten und schönen Dinge im Leben hatte auch die Pum-Forumpfeife ihre Zeit, die mit der 7. Ausgabe im Jahre 2016 endete. Die Pum Forumpfeifen sind heute gesuchte , wenn auch höchst rare Sammlerobjekte. Wer sie hat, trennt sich nicht.

Forumpfeife # 1

Forumpfeife # 2

Forumpfeife # 3


Zwischenstand Forumpfeifen # 1-3

Forumpfeife # 4

Forumpfeife # 5

Forumpfeife # 6

Forumpfeife # 7

Und je länger ich diese 14 Pfeifen betrachte, sie in die Hand nehme, das Material fühle und daran denke, wie aus der Idee ein richtig professionelles Projekt heranreifte, das vielen Forianern Freude gemacht hat, dann kommen mir ein paar eigenartige Gedanken ……. es war doch wirklich toll, so etwas zu schaffen, könnte das dem Pfeifenblog vielleicht auch gut anstehn? Ach, was. Das sind nur Träumereien zu spätmitternächtlicher oder frühmorgendlicher Stunde, ganz wie man es nimmt. Oder doch nicht??? Tatsächlich nur ein wenig Nostalgie?

Ich bereite mir jetzt erst einmal einen köstlichen Montagne d`Or von Mariage Frères………..

Ein kleines „Dönskes“ im Nachsatz: mein 14-Tage Set ist natürlich als „Forum-Museums-Set“ nicht geraucht und bisher habe ich dem gelegentlichen Drang widerstanden. Besonders schwer fiel es mir bei der ersten Forumpfeife. Da wurde mir doch tatsächlich vor 2/3 Jahren genau diese Pfeife von einem Forenfreund aus Griechenland zum Kauf angeboten, ebenfalls noch nicht geraucht. Sie kommt seit dem wöchentlich zum Einsatz. Ich weiß nicht, ob das Pum-Urgestein Skalli hier auch liest, aber ich habe mit ihm – „der mit den meisten Forumpfeifen“ – ein wenig gleichgezogen.

Odyssee:  aus Ithaka zurück nach München und ständig im Einsatz – Forumpfeife #1, Seriennummer 14




Roy Hargrove, Trompete † 1969-2018

Früh gefördert als Ausnahmetalent von Wynton Marsalis, wurde Roy Hargrove einer der führenden Instrumentalisten der modernen Jazzszene und zählt seit den 1990ern zu den prägenden Musikern dieses Genres. Eine langjährige Nierenkrankheit, wohl verursacht durch exzessiven Drogenkonsum, führte nun am 2. November zu einem Herzstillstand.

Selbst berühmte Kollegen waren häufig fassungslos erstaunt über die Spielkunst dieses Musikers. Exemplarisch möchte ich das Album With the Tenors of our time (1994) anführen, auf dem er mit den Besten seiner Zunft zusammenspielt, darunter Johnny Griffin, Joe Henderson, Branford Marsalis, Joshua Redman und Stanley Turrentine. Für zwei seiner Alben erhielt er einen Grammy, 1997 für Habana und 2003 für das mit Herbie Hancock und Michael Brecker eingespielte Directions In Music: Live At Massey Hall, eine außergewöhnliche Hommage an John Coltrane und Miles Davis.

 


 
 






Epikur – unverändert eine Offenbarung

Immer wieder wird uns die Frage gestellt, ob denn der Plug Epikur auch nach der Schliessung des Forums Pfeifen und mehr weiterhin verfügbar ist. Aber ja doch, denn dieser Ausnahmetabak erfreut sich einer stetigen Beliebtheit und hat längst einen Stammplatz im breiten Tabakangebot von Pfeifen Huber (Laden in München oder im Webshop) eingenommen.




Excalibur – nichts weniger

Die -gepflegte – deutsche Sprache stirbt aus. Das wissen wir längst, seit sich jüngere bis mitteljunge Lemminge den SmartXXXL-Stammellauten hirnblind ergeben haben. Zusammenhängende Sätze, ausschmückende Einlassungen, verbindliche Höflichkeiten in der Rede und damit zwangsläufig im Umgang miteinander, sind ein belächelter Anachronismus wie der dreiteilige Tweedanzug.

Hinterfragt man verballhornte, sinnentleerte Anglizismen, die mittlerweile dominieren, so wird die Antwort mangels Wissen einfach durch ein Schulterzucken oder mit „ist doch cool“  oder „ist hip“ erteilt. Der Lauf der ultramodernen Zeit. Wobei ich die letzte Antwort eher mit John Lee Hooker und This is Hip in Verbindung bringe. Das macht Sinn.

Alte Münze München

Ich bin eifriger Stadtgänger (City Walker or Strolling Guy), kenne fast jeden Quadratzentimeter meiner Stadt. Entdecke immer noch ständig Neues oder werde, wie erst am Freitag geschehen (siehe Foto), von noch erfahrernen Stadtgängern aufmerksam gemacht.

Nun haben sich bei mir so manche Einrichtungen und ihre Namensgebung zu Objekten des Widersinns und der vollständigen Ablehnung entwickelt, sie sind heutzutage Legion. Im Zentrum steht für mich der Back Shop oder in der Steigerung Self Service Back Shop gefolgt von allem, was mit dem Partikelverb „to go“ zusammenspielt. Was da alles im Laufen genossen oder zum Überleben benötigt hineingeschlungen und in sich hineingeschüttet wird, liefert schier unglaubliche Ansichten und Einblicke. Der die vollbesetzte Ubahn verpestende Grimassen darbietende Dönerfresser oder die Dame, die -immerhin im Sitzen – eine große Plastikschüssel mit essigsaurem Subway-Salat in sich hineingabelt, sind mittlerweile Volksniveau, sieht man von den Gerüchen ab. Herrgott, bitte genehmige mir jetzt und hier eine Havanna ausgestoßen, selbstredend vergeblich. Dann beame mich wenigstens nach Singapore, wo in der MRT Rauchen, Essen und Trinken bei hohen Geldtrafen verboten ist. Zum Glück bleiben das Momenterfahrungen, wenn auch täglich mehrfache. Der nächste Ausstieg befreit, temporär. Aber zurück zum Back Shop, diese nahezu backwarenfachverkäuferinfreie Ödnis in den Innenstädten. Gäbe es nicht die Bäckerliesl auf dem Viktualienmarkt (Bauernkrusten, Aprikosenbrot), den allgegenwärtigen Hofpfister, die Fritz Mühlenbäckerei und wenige andere, engagierte Bäcker, würde ich womöglich Körner vom Feld essen. Aber auch von den Guten sind schon längst einige keine schnöden Bäcker mehr, sondern sind zu Brotmanufakturen oder Brotdesignern mutiert, eine ähnlich inflationäre Benamsung wie bei den Frisörstuben.

Back Shop Brote und Semmel haben neben der Qualität aber noch eine ganz andere Bewandnis: man benötigt keine gescheiten Messer zum aufschneiden, beileibe nicht. Das wäre gar ein Sakrileg. Da kann man die ganz billigen Einwegmesser nehmen, die beim Discounter erhältlich sind. Und jetzt bin ich endlich dorten angelangt, wo ich hinwollte: beim BROTMESSER. Neulich, in der Münchener Runde, gelangten wir von der Diskussion über das geeignete Pfeifenbesteck, über Tabakmesser und alle möglichen Schneidewerkzeuge letztlich hin zum Brotmesser.

Es da gibt nur eines, das erwähnenswert ist: das Güde Brotmesser Alpha Olive 7431/32. Egal ob Brote mit festem oder weichem Innenleben, mit beinhartiger Kruste wie das legendenhafte 64bit-Körner Brot vom neofränkischen Brotstylisten BROY oder gar ein Croissant, das Güde fällt ohne großen Druck einfach durch den Teig. Ist vor allem optisch super cool und das handling einfach mega. Ein küchenüberlebensnotwendiges Giga-Tool zu einem Preis, zu dem gerade mal eine Untere-Mittelklasse Pfeife angeboten wird.

 

Allerdings bleibt zu beachten: es muß die 32 cm lange Klinge sein, nicht die kleinere Variante, die es auch gibt. Die ist recht lächerlich, wenn auch ein lieber pfeifenmachender Tabaksfreund aus der Münchner Runde behauptet, er käme seit Jahren mit der kürzeren Klinge sehr gut hin. Aber B….`s Pfeifen haben ja auch eine Bohrung <12 mm.

Den Holzgriff hin und wieder ölen, ich allerdings nehme Carnauba Wachs, wie auch für meine Pfeifen. Keine Spülmaschine !


König Arthur besaß das Excalibur – der moderne Tabak & Pfeifensammler das Güde 7431/32.


  • Technische Daten

Chrom-Molybdän-Vanadium Stahl – aus einem Stück geschmiedet, eisgehärtet, Wellenschliff, Handpolitur
Gewicht: ausbalancierte 380 g mit Olivenholzgriff, dreifach genietet
Länge über allles: 45 cm
Klingenlänge: 32 cm

 

Bitte aufgemerkt: das Güde Brotmesser ersetzt nicht das Laguiole Pfeifenbesteck, das sich einige vermögende, münchenabtrünnige Pfeifenraucher aus Mittelfranken geleistet haben.

 

 




Robert McDunhill – Umwege scheinbar notwendig

Die Welt der Pfeifentabake könnte so schön sein, so einfach. Wenn da nicht ständig widrig agierende „Marktbeteiligte“ Unordnung durch oftmals unbedachte Machenschaften – um nicht von dilettantischen zu sprechen – schafften oder wenn schlichtweg vorgeblich „politisch korrekt“ zusammengeführte Produktwelten von Multi-Konzernen mit drakonischen Aktionen seit Jahren Tabake, Pfeifen und Accessoires als mißliebig ins Aus manövrieren. Das deprimierendste Beispiel ist die Tabak & Pfeifen Sparte von Dunhill. Was da der schweizerische Richemont Konzern, Eigentümer von Dunhill, in den vergangenen Jahren angestellt hat, ist einem verqueren, aber sehr erfolgreichem Lifestyle Primat geschuldet. Neben Lederwaren, Bekleidung, Schuhe, Brillen, Parfüm, Schreibgeräte und Uhren, sämtlich in Top Preisgmenten angesiedelt, werden unverändert Feuerzeuge angeboten. Niemand scheint bei Richmonte daran zu denken, das irgend etwas anderes als Wälder, Papierkörbe oder Gebäude damit angezündet werden könnten, auf keinen Fall so schmuddeliges wie Tabakwaren. Das Dunhill Tabak Problem wurde eh vor Jahren an BAT übergeben und die Alfred Dunhill Manufacturing Limited hat längst die Pfeifenvermarktung in die blödsinnige White Spot ausgelagert, die allerdings frecherweise auf ein Gründungsdatum 1912 verweist. Wir Pfeifenraucher müssen in deren Augen irgendwie verblödete Consumer sein…….

Der neueste Aufreger, die Aufgabe der Dunhill Tabake (wir haben ausgiebig in verschiedenen Artikeln berichtet), führte anscheinend in den letzten Wochen zu einer Belebung für den Brand: fast alle Bestände im deutschen Fachhandel sind in Windeseile abverkauft worden, gibt es doch einen großen Markt von Liebhabern, die die aussterbenden Dunhills lagern werden.

Hoffnung kam auf, das der deutsche Hersteller und Distributor Kohlhase & Kopp, ein sehr renommiertes Unternehmen, mit seiner neuen Robert McConnell Heritage Reihe die Legende fortführen wird. Hat man doch mit der starken Scandinavian Tobacco Group (Orlik) einen der mächtigsten Partner in dieser Industrie an Bord. So gut wie es angelaufen ist, so schnell ist das Vorhaben ab sofort gestoppt. Nach Aussagen von K&K wird derzeit das Branding – also Namen und Etiketten – neu überarbeitet und die Tabake werden zur Zeit nicht an den Fachhandel geliefert. Das wirft einige Fragen auf: werden die von uns bereits durchgeführten Tabakreviews unverändert gültig sein? Laut K&K sind die Rezepturen von den vorzunehmenden Änderungen nicht betroffen. Hat man sich denn nicht mit der BAT (weiterhin Inhaber der Markenrechte) und STG abgesprochen, welches Layout mit welchen Bestandteilen der Dunhill Etiketten verwendet werden dürfen?

Weniger als wir ambitionierte Afficionadas dürfte der Fachhandel von diesem Tohuwabohu betroffen sein. Dosen rein, Dosen raus. Als ich gestern in der wundervollen Umgebung meines Tobacconisten des unbeirrbaren Vertrauens eine Pfeife so vor mich hin rauchte, unbelästigt von irgendwelchen verkäuferischen Ansprachen und meinen Gedanken freien Lauf ließ, schweifte mein Blick über die ausladende Tabakpräsentation. Und siehe da, ich wähnte mich in zurückliegenden Zeiten. Das Regal mit den Dunhill Tabaken war wieder vollbestückt und von RMcC Heritage nichts in Sicht …….

Da sag mir einer, Zeitreisen seien nicht möglich. Dazu braucht man lediglich ein paar Gramm vorzüglichen Tabaks. Und muß dieser Buchempfehlung unbedingt nachkommen.

Wir werden in dieser Causa weiter berichten, bleiben Sie uns gewogen.

 

 


ARTIKEL LEGENDE zur Thematik

Sag beim Abschied

Das Ende Teil 2

Trauer & Gram

Vintage Rallye

Aus für McClelland

Review: Baker Street

Review: Dark Flake

Review: Elizabethan

Review: Ye Olde Sign

Review: Durbar

Review: Dunhill Flake

Review: Ready Rubbed

Review: Three Years Matured

Robert McConnell Heritage

Review: Robert McConnell Heritage Majesty Elizabeth

Review: Robert McConnell Heritage Eclipse

Review: Robert McConnell Heritage Flake

Review: Robert McConnell Heritage Durbar Square

Review: Robert McConnell Heritage My Mixture Barking Road