Falcon | Systempfeife mit langer Geschichte

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Manchmal kommen Kinder zu Jungfrauen und auch Metallpfeifen zu Holzköpfen.
Ein Zuschauer meines YouTube-Kanals hat mich einmal vor längerem mit einer großen Kiste von Pfeifen aus dem Nachlass seines Vaters bedacht. Auch an dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz herzlich bedanken. Manchen dieser Pfeifen konnte ich neues Leben einhauchen, andere waren in keinem erhaltungswürdigen Zustand mehr, wie das bei solchen Pfeifennachlässen eben so ist. Unter diesen Pfeifen war auch eine Falcon Pfeife. Der Kopf war leider gesprungen und ganz zuschanden geraucht, aber der Pfeifenholm und das Mundstück waren in einem schmutzigen aber ansonsten sehr guten Zustand. Für mich stellte damals eine Falcon-Pfeife eine eher unsinnige Skuriliät dar, mit der ich nicht so recht viel anfangen konnte, aber ich behielt sie.

Beim Aufräumen meiner Holzwerkstatt fand ich diesen Pfeifenholm neulich wieder. Jetzt war sie nicht nur von Rauchresten verklebt, sondern auch noch mit Schleifstaub und Sägespänen paniert. Sie sah traurig aus und deshalb habe ich mich ihrer erbarmt. Der Holm einer Falcon ist aus Aluminium und eine kurze Recherche im Internet ergab, dass man dieses Metall keines Falls mit Essig – wie ich das sonst eigentlich immer mit Metallen tue – sondern mit einem alkalischen Reiniger behandeln soll. Also legte ich den Aluminium-Holm in flüssigem Soda ein. Auch innen reinigte ich den Holm mit in Soda getauchten Pfeifenreinigern. Zusätzlich desinfizierte ich die Pfeife mit Alkohol. Die Beläge in der kleinen Pfanne musste ich zusätzlich mit einem Dremel und Stahlbürsten entfernen, dann war das gute Stück wieder sauber. Eine zusätzliche Politur am Polierbock lies sie wieder ganz im alten Glanz erstrahlen.

Das offensichtliche Hauptproblem war mit dieser Restaurierung allerdings nicht gelöst: Ohne Kopf kann man nicht rauchen! (Das gilt in mehrfacher Hinsicht, übrigens)

Das Grundprinzip und seine Vorteile

Vielleicht erkläre ich dem, nicht mit dieser Art von Pfeifen vertrautem Lesenden, erstmal das Grundprinzip dieser sogenannten Systempfeifen. Dieses Rauchgerät besteht aus zwei Teilen, die erst kombiniert, eine vollständig rauchbare Pfeife ergeben. Die Idee ist im Grunde ganz einfach: man hat einen Pfeifenholm aus Aluminium mit einem daran befestigen Mundstück und der Pfeifenkopf wird mit einem Gewinde auf den Holm geschraubt. Es gibt auch noch eine Dichtung, die für einen luftdichten Abschluss sorgt. Diese Konstruktion hat ein paar Vorteile.

  1. Man kann kleinere Bruyèreholz-Kanteln verwenden, weil man ja nur den Kopf und nicht den Holm daraus produzieren muss. Das ist Geld und Ressourcen schonend, in den Hochzeiten der Pfeifenproduktion war Bruyèreholz knapp und damit teuer.
  2. Der Metallholm ist unverwüstlich.
  3. Er ist sehr einfach und hygienisch zu reinigen.
  4. Durch die Kombination von Holz und Metall entsteht am Übergang eine sogenannte Kältebrücke. Was in der Architektur gefürchtet, stellt sich beim Rauchen als Vorteil heraus. Holz und Metall (allen voran Aluminium und Kupfer) leiten die Wärme unterschiedlich ab. Deshalb kondensiert die Feuchtigkeit, die bei der Verbrennung des Tabaks entsteht, hauptsächlich am Metall. Das fördert trockenes Rauchen.
  5. Pfeifen aus Holz soll man immer einige Tage Ruhe gönnen und sie nicht zu oft hintereinander rauchen. Auf Reisen kann man deshalb nur einen Metallholm und mehrere Köpfe mit sich nehmen.
  6. Aluminium ist ein sehr leichtes Metall. Ich habe nur genau eine Pfeife – eine kleine Dunhill (27g) – die leichter ist als meine Falcon (33g).
  7. Eine Falcon ist preisgünstig

Das waren jetzt eine ganz schön lange Liste an Vorteilen, dem ganzen stehen natürlich auch Nachteile gegenüber. Allen voran die Tatsache, dass ganz viele Raucher sie einfach nur schrecklich finden und mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Auch ich muss gestehen, fand sie völlig bescheuert. Habt ihr den Imperfekt herausgelesen? Inzwischen mag ich nämlich Falcon-Pfeifen.

Wie ging es also mit meiner haben Falcon weiter? Ich habe im Internet recherchiert und geschaut, was so ein Pfeifenkopf zu meinem Holm kostet. Es gab dazu gleich mehrere Optionen, die ich euch – weil ich heute Listen mag – hier zusammentrage:

  1. Pfeifenkopf Bruyèreholz ca. 30 Euro
  2. Pfeifenkopf mit Meerschaumeinsattz ca. 40 Euro
  3. Pfeifenholm ca. 30 Euro
  4. Geschenkset mit einem Holm und zwei Köpfen ca. 80 Euro
  5. Komplette Estate-Falcons bei Ebay 10-25 Euro

Zu allererst, habe ich mir bei Ebay eine gebrauchte Falcon Pfeife für ca. 10 Euro ersteigert (Es gab keinen einzelnen Kopf), den rustizierten Kopf gereinigt und mit viel Vergnügen los geschmaucht.

Ihr müsst euch jetzt vor eurem geistigen Auge einen zufrieden paffenden Pfeifenblogger vorstellen, der selbstvergessen und glücklich in seinem Atelier sitzt und seine selbst restaurierte Falcon Pfeife raucht. Irgendwann nahm ich dann mein iPad zur Hand, denn es warfen sich immer mehr Fragen auf. Wer kam auf diese Idee? Wer ist oder war der Hersteller? Was gibt es alles für Varianten? und gibt es Zubehör? Und dann verschwand ich in dem sprichwörtlichen Kaninchenbau des Internets.

Die Geschichte und das „langweiligste“ Buch der Welt.

Erfunden wurde die Falcon-Pfeife 1936 von dem amerikanischen Ingenieur Kenly Bugg aus dem Bundesstaat Indiana. Aluminium war als Material für den Bau von Flugzeugen zu dieser Zeit sehr en vogue. Aluminium war leicht, inzwischen gut zu bearbeiten und zunächst in großen Mengen verfügbar. Durch die von mir oben bereits beschriebenen hitzeleitenden Eigenschaften des Metalls, erschien Bugg diese Holz/Metall Konstruktion als geeignet, dem Pfeifenraucher kühlen und trockenen Rauch zu bescheren. Er konstruierte diese kleine Pfanne, auf die der Holzkopf geschraubt wird, um in ihm die Feuchtigkeit aufzufangen. In dem Rohr, welches den Rauch bis zum Mundstück führt, wird der getrocknete Rauch weiter abgekühlt. Soviel zur Wirkungsweise, der Erfindung und dem Erfinder.

Soviel kann man auf vielen Webseiten und Blogs finden, aber dann wurde der Kaninchenbauch immer tiefer. Glücklicherweise habe ich noch mehr Pfeifen, ich konnte also gleich die nächste befeuern und weiter in das Thema eintauchen. Nebenbei bestellte ich mir noch schnell ein Falcon-Beginner-Set mit zwei Köpfen, damit ich künftig nicht mehr völlig stillos mit einer Stanwell oder Dunhill im Mund über Falconpfeifen recherchieren muss.

Wie gesagt, das Loch in dem ich versank wurde tiefer, aber das es so tief wurde, ahnte ich nicht. K. A. Worth, die Enkelin des langjährigen Chefs von Falcon hat ein Buch über ihren Großvater und die Geschichte von Falcon geschrieben. Dieses Buch mit dem Titel „Back From The Ashes“ ist als Kindle E-Book – und leider nur als ein solches – zu bekommen. Der Untertitel dieser – nennen es wir mal Biografie lautet: „Uncovering the Lost History of G. L. Hunt and the Falcon Pipe.“
G.L. Hunt? nicht Kenly Bugg?
Der Opa von Frau Worth war nicht der Erfinder, sondern der Vertriebler und spätere Lizenzinhaber der Falcon-Pipes, nicht der Erfinder. Das klingt zunächst einmal enttäuschend, aber das hat seine Bewandtnis. Mit der Vermarktung der Falcon Pfeifen wurde die Firma Diversey Machine Works beauftragt. Das Unternehmen von Mr. Hunt, welcher nachfolgend viele Jahrzehnte die Geschicke und die ereignisreichen Geschichte der Pfeifen lenkte und beeinflusste.
Die Autorin wendet eine sehr interessante Erzählweise an. Sie verwebt ihre persönlichen Eindrücke von ihrem Opa aus ihrer Kindheit, mit der Darstellung einer sehr trockenen Firmengeschichte eines typischen Mittelständlers aus dem 20. Jahrhundert.
Klang das jetzt abschreckend? Ich hoffe schon.

Kein Rauch aus keinem noch so langen Aluminium-Pfeifenholm kann so kühl und trocken sein, wie die Historie von Falcon.
Einzig die Rahmenhandlung macht das Buch erträglich. Die Enkelin, die eine große Kiste, persönlicher Aufzeichnungen ihres Opas findet, sortiert und sich als Chronist des Familienunternehmens und Biografin ihres Großvaters betätigt.
Seitenlange Protokolle von Meetings, Geschäftskorrespondenz, juristische Schreiben über Lizenzrecht, Firmenpolitik. Einfuhr- und Zollbestimmungen. Bruyereholzbestellungen, Gedächtnisprotokolle von Telefongesprächen … Mängellisten von Zulieferern, Makler-Korrespondenz von der Immobiliensuche … soll ich weiter aufzählen?

Und trotzdem habe ich dieses Buch komplett durchgelesen. Es ist ein E-Book deshalb habe ich keine Seitenzahl parat, aber ich schätze einmal 200, gefühlt 900.

Aber warum habe ich mir das angetan?
Wenn ich das so genau wüsste.

Spannend war für mich, wie damals Geschäfte gemacht wurden. Man schrieb Briefe, wartete wochenlang auf Antworten. Firmengründungen dauerten Jahre. Man reiste mit einem Schiff von England in die USA, um an einem Meeting teilzunehmen. Flog für eine Unterschrift einmal um die Welt. Es gab Handelschranken zwischen Europa und den USA. Kurz, in einer globalisierten Welt, blitzschneller Kommunikation, in der wir leben, ist das faszinierend zu lesen – irgendwie. Auch solche Unternehmerpersönlichkeiten wie Hunt und seine Geschäftspartner gibt es vermutlich kaum mehr.
Dieses Buch steht für mich, für eine ganz typische Mittelstandsgeschichte aus dem 20. Jahrhundert.
Sollte euch das nicht abgeschreckt haben, dann gebe ich euch hier noch mal den Link von Amazon: „Back From The Ashes„. Es kostet gerade einmal 3 Euro.

Ihr müsste es nämlich wirklich selbst lesen, denn sonst entgeht euch der ganze Spaß.
Ich fasse das mal ganz kurz zusammen:

Zusammenfassung:

George Hunt vermarktete die Falcon Pfeifen von Anfang an sehr erfolgreich. Was wohl sehr viel Aufwand für sein Unternehmen bedeutete, denn die Markteinführung eines solchen Produktes, bedurfte damals Kingelputzen bei Tausenden von Tabak- und Pfeifenläden in Amerika und eine immense Marketingkampagne.
Der zweite Weltkrieg machte Aluminium zu einem Rohstoff, der nur für kriegswichtige Unternehmen zur Verfügung stand. Damit stand es in dieser Zeit schlecht um das Unternehmen.
Falcon versuchte nachdem George Hunt die erfolgreiche Markteinführung gemeistert hatte, den Vertrieb selbst zu übernehmen. Hunt klagte dagegen und bekam recht. Er erwarb später im Gegenzug die alleinigen Lizenzen und Patente der Pfeifen.
Hunt wurde in den USA sehr erfolgreich, verkaufte nach dem Krieg Millionen von Pfeifen in der ganzen Welt und war zeitweise der nach Stückzahlen erfolgreichste Pfeifenhersteller der Welt.
Er baute eine Dependance in Großbritannien und Irland auf, weil ein Export von USA nach Europe aufgrund von Gesetzeslagen kaum möglich war.
Auch in England wurde Falcon sehr erfolgreich und später war dort der alleinige Produktionsstandort.

Das war jetzt ein sowohl zu kurzer, als auch sehr langweiliger Abriß, tut mir leid.
Ich versuche das jetzt mit einer lustigen kleinen Anekdote wettzumachen.

Da in England Comoy die Rechte an dem Namen „Falcon“ hatte, wurden die Pfeifen zunächst unter dem Namen „ALCO“ in Europa vermarktet.
Und das sagt alles über die Unternehmerpersönlichkeit von George Hunt aus. Er lies von den „englischen“ Pfeifen einfach das F und das N von FALCON abschleifen und hatte einen neuen Namen: ALCO.

Ein Husarenstück, wie ich finde. Und genau solch Anekdoten hat dieses Buch doch auch wieder spannend gemacht.

Wie finde ich jetzt wieder zurück? Ach ja:

Meine Falcon Pfeifen

Wenn die DHL-Botin zweimal klingelt, dann kann es sein, dass ein konsumverrückter Pfeifenraucher mit roten Ohren einige Pakete in Empfang nehmen kann. Das vorhin schon erwähnte Starter-Set und einen Pfeifenkopf mit Meerschaumeinsatz. Dazu noch allerhand Zubehör und Kleinzeug. Der neue Holm aus dem Set hat eine Besonderheit, er ist braun rhodiniert. Rhodiniereung nennt man einen Überzug von Rhodium – einem Platin-Neben-Metall auf zum Beispiel Aluminium. Das Rhodium schützt das Metall darunter und lässt sich zudem sehr gut einfärben. Und so gab es in der langen Geschichte Falcons immer schon farbenfrohe rhodinierte oder teilrhodinierte Stücke zu kaufen. Es gab sie in St. Patrick grün oder auch wie meines in „Bruyèreholz-rotbraun“

Es gibt diese Holme auch gebogen, halbgebogen und gerade. Ich besitze nur gerade Stücke, eines davon braun. Irgendwann wurde auch ein so genannter „Dry-Ring“ – Trockenring eingeführt. Das ist im Grunde ein kurzer gebogener Pfeifenreiniger, der in den Aluminium-Teller gelegt wird.
Er saugt das Kondensat auf und es ist sehr eklig ihn danach zu entfernen.

Man kann diese Ringe original von Falcon käuflich erwerben – 25 Stück für 3,50 Euro oder man schneidet einen Pfeifenreiniger in mehrer Teile und hat dann 4 oder 5 DIY-Trockenringe. Man hat nur dann das gleich Problem wie Mr. Hunt und weiss nicht, wie man es schafft, den letzten Zentimeter des Ringes von den Fusseln zu befreien – Man kann darüber mehrere Seiten in dem Buch seiner Enkelin schmökern.

Ich persönlich mag die Ringe – also zumindest bevor sie in der Pfeife waren. Aber jeder wie er mag.

Fazit

Mir hat meine Reise ins Land der Falcon-Pfeife sehr viel Freude gemacht. Ich habe diese skurrilen Stücke sehr lieb gewonnen, verstehe aber nach wie vor sämtliche Vorbehalte dagegen.
Sie ist für mich eine ganz hervorragende Wander- und Trekking-Pfeife. Ein Holm, zwei Köpfe und ich kann tagelang durch die Wildnis wandern und Abends vor dem Zelt oder beim Malen an der Staffelei eine Pfeife rauchen. Man kann sie auf Wanderschaft im Fluß reinigen, sie ist leicht und unverwüstlich.
Will man sich nicht aus einem Maiskolben selber eine Pfeife schnitzen, gibt es für diesen Einsatz nichts besseres.
Auch sonst mag ich meine neuen kleinen Metall-Begleiter. Den Meerschaum-Kopf habe ich noch nicht probiert, aber eines kann ich auch über die Bruyere-Köpfe schon sagen: Sie rauchen sich wirklich trocken und kühl. Danke, Mr. Bugg, das war eine gute Erfindung.

Es gibt nur einen echten Wermutstropfen: ES GIBT KEINE FALCON-DECKEL-PFEIFEN!

Wie sind eure Erfahrungen mit Falcons? habt ihr welche? raucht ihr sie auch?
ich freue mich auf euer Beiträge in der Kommentarfunktion und bleibe mit allerbesten Grüßen, euer Alexander

Alexander Broy

Alexander Broy ist Künstler, Grafiker und YouTuber. Mehr zu sehen, hören oder lesen gibt es auf seinem Blog Künstlertagebuch. | Abonniere auch seinen NEWSLETTER

15 Antworten

  1. Jens Meyer sagt:

    Ein wunderbarer Beitrag in der schon fast vergessenen Welt dieser einzige wirklich erfolgreichen System Pfeife der Welt.Natürlich besitze ich auch eine davon, eine Bent mit Dublin Kopf und Straight Grain Maserung. Wow! Muss aber gestehen, dass ich sie nur selten geraucht habe. Werde sie jetzt aber mal wieder hervorholen. Interessant sind auch die Einkerbungen am Mundstück, die für einen besseren Halt sorgen sollen. Diese Pfeife hat Geschichte!

  2. Heinz Jürgen sagt:

    Noch ein Unikum aus der Reihe „System-Pfeifen“: Fritz Büttner in Danzig fertigte sie ab Mitte der 1920er bis in die 1980er Jahre. Die Hülle des Pfeifenkopfes bestand aus Bakelit (Duroplast), farblich dem Wurzelholz Bruyère nachempfunden; der austauschbare Innenteil des Kopfs aus weißem Ton mit einem aufgesetzten Schraubring, ebenfalls aus Bakelit. Ein patentierter Rundfilter am Boden des Pfeifenkopfs sorgte für die Aufnahme von Kondensat. Aus den Restbeständen der Halbfertigfabrikate wurden dann in den 1990er Jahren noch einige Pfeifen für Manufactum montiert.

    • Es ist auf jeden Fall eine Systempfeife mit einem Aluminiumrohr aber keine dieser Falcon-Reihe. Die Kennzeichnen sich durch dieses kleine gedrehte Innenrohr in einer Führung. Ich kann es nicht besser beschreiben. Es wirkt dadurch, als wären es drei Rohre. Es gab Unmengen von Systempfeifen auf dem Markt. Auch von Falcon, allerdings unter anderen Namen. Hier ist eine sehr gute Quelle für Metall-Pfeifen: http://www.smokingmetal.co.uk/

  3. Heinz Jürgen sagt:

    Hallo, Herr Broy,
    tatsächlich gibt es eine Anzahl weiterer Hersteller von Systempfeifen, bspw. Tsuge. Dort fertigt man aktuell nicht nur die „e-star/The System“, sondern auch eine „Thunderstorm“ mit Windschutzmechanismus(!). Für Sie als Deckelpfeifen-Liebhaber vielleicht interessant. LG

  4. Trotz aller Mühe, die sich Herr Broy mit diesem anschaulichen Artikel gemacht hat, kann ich den Kugelschreiber-Pfeifen nichts abgewinnen. Haben etwas vom Image eines Opel Manta. Mag sie kaufen wer will, mir kommen sie nicht ins Haus. Nun kann man natürlich entgegnen, ich würde über Pfeifen reden, von denen ich nichts verstehe und die ich bisher nicht einmal in die Hand, geschweige denn zwischen die Zähne genommen habe und das sicherlich nicht erwäge. Richtig!

    Da kann ich mit einem Paletten-Klapptisch schon mehr anfangen.

    • Dass diese Pfeifen dein Herz nicht erwärmen würden, hatte ich fast befürchtet. Interessant, dass du sie jedoch mit einem Kugelschreiber vergleichst. Tatsächlich hat G.L. Hunt bevor er die Falcon-Pfeifen vertrieben hat, den allerersten Kugelschreiber hergestellt. Den legendären Rollit Ballpoint Pen.
      Ausserdem hätte dich Unwissenheit je davon abgehalten mit zu reden? duckundweg

      • So eine Frechheit: „…… denn selbst wenn es einem im höchsten Maße gelänge, ein Vollendetes auszusprechen, so hat er selbst trotzdem kein Wissen davon; Schein haftet an allem.“ Das gilt für Dich und Wegducken nutzt nix, ich finde Dich!!!!

        Aber mir ist eingefallen, das es da noch die amerikanischen Kirsten Systempfeifen gibt, von denen – so glaube ich mich zu erinnern – unser tirolischer Freund Karl einige besitzt. Das sind gleichsam solche Unikümer wie Deine Falconi. Den Katalog gibt es hier.

        Auch gab es eine schaurig-schöne Tsuge Kirsten:

        • Karl Hirsch sagt:

          „von denen – so glaube ich mich zu erinnern – unser tirolischer Freund Karl einige besitzt.“

          Ja mei, was man nicht alles sammelt. Geraucht hab ich die Kirsten nie. Fast nie. Ich hab den Rauch als völlig geruchsneutral in Erinnerung, das richtige für die selben Leute, die auch die Salzkörner von der Breze reiben. Und wie die aussehen! Auf nichts ist das legendäre „ceci n’est pas un pipe“ schlüssiger anwendbar. Mit einer Ausnahme vielleicht, der pipe Jima, ein Unding aus Ton, Plastik, eloxiertem Draht, science fiction Pfeife und krausem elektrostatischem Filter. Hab ich nihilo trotzquam auch gesammelt. Raucht, weil Tonkopf inside, nicht schlecht.

          • Servus Karl, gibt es ein Foto von der Elektrostaten-Pfeife? Elektrostaten waren mal das NonPlusUltra im Lautprecherbau (HiFi, nicht ProAudio)

          • Karl Hirsch sagt:

            Lieber Bodo, ich habe einst im alten Pum einen ganzen Artikel zu diesen Jimas verbrochen, inklusive Bildern.
            Vorab hier ein gleichwertiger LInk aus der von Dir zitierten Webseite Smoking Metal. Das spiralige Metallwürstel ist der elektrostatische Wunderapparat. Das Mittelstück des Holms, welches das Ding beinhaltet, ist aus Plastik und an beiden Enden isoliert. Woher aber die Aufladung der Metalloberfläche kommen soll, und was sie bewirken könnte, wenn die Feuchtigkeit alles kurzschließt, darüber können sich die Gelehrten streiten. Ich sage einfach: Business Gag,
            Aber sieh selbst: http://www.smokingmetal.co.uk/pipe.php?page=159
            mit besten Grüßen aus der Alpenfestung

  5. Jens Meyer sagt:

    Jede andere Stellungnahme hätte mich jetzt wirklich überrascht. Fairerweise muss man natürlich dazu sagen: Bodo Falkenried bleibt Bodo Falkenried. Das macht ihn schon fast wieder sympathisch.

  6. Karl Hirsch sagt:

    Es wäre jetzt ein Leichtes, dieses Modell einer Gardinenstange in der Luft zu zerreissen. Aber ich bleib pragmatisch. Ich bin überrascht, daß dieser Drainageapparat nicht das selbe Ärgernis bietet wie die sonstigen Patente, die zwar die ersten zwei Minuten das Kondensat (welches es ohne diese Vorrichtungen garnicht gäbe) brav einsammeln, es dafür aber dann umso eifriger in den Mundraum weitergeben. Die Schilderung dieser Malaise fehlt in der Beschreibung. Oder man verschweigt es hintertickisch, um Bodo, der ja bekannterweise schnell im Aufgreifen neuer Ideen ist, noch schnell einen Faschingsscherz anzudrehen. Nein, doch nicht.
    Wieder sachlich: Um die schlimmste Überschwemmung zu verhindern, hat sich Falcon in ein gar lustigs Kringeldingel geflüchtet, welches die Feuchtigkeit in alter Manier auffangen soll. Ich nehme an, man kann dafür einen Pfeifenreiniger in Stücke schneiden und zurechtgebogen als Filter hernehmen?
    Irgendwie eine Pfeife für Techniker, Architekten und in brünierter Form für Militärs. Wie verirrt sich sowas in die Nähe eines musischen Menschen? Wenn schon kein bukolischer Deckel aus Metall, dann wenigstens Alu am andern Ende? So wirds gewesen sein.

    • Lieber Karl, unser neofränkischer Künstler, der soeben wieder die Seiser Alm heimsucht, weiß doch gar nicht immer, wohin er der Muse folgen soll. Wer hätte gedacht, dass sie ihn zu Falcons führt!

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