The [Jazz] Crusaders – eine kleine Wochenauswahl

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Ein typischer Vor-Vorfrühlingsnachmittag in München, ein wenig föhngeschwängert und mit immerhin 20 Grad + C. Es gibt das erste 20l Holzfass mit Schumacher ALT aus Düsseldorf. Gezapft in 0,2 l Gläsern. Elegant, delikat und gepflegt. Eimerähnliche Trinkbehältnisse verbieten sich selbstredend bei einem solch edlen Getränk. Die Runde, redselig, aufgeräumt und fast ausnahmslos Freunde, die auch Musik machen. Als Beruf, als Hobby – in allen möglichen Musikrichtungen zuhaus.

Föhn am 04.03.2017 – Blick von Kerschlach b. Starnberg auf das Zugspitzmassiv


(C) Brauerei Schumacher

 

Ja, was spielt man da für Konserven? Ich habe mal wieder die Crusaders „aufgelegt“, die Top-Formation mit einer Erlebnisspanne von über 50 Jahren, beginnend als Jazz Crusaders in den 1960ern. Das letzte Album haben sie 2004 live in Japan eingespielt, das letzte Studioalbum aus dem Jahre 2003 war noch einmal ein richtiges High Light. Mittlerweile sind Keyboarder Joe Sample †2014, Saxophonist und Bassist Wilton Felder †2015 und Posaunist Wayne Henderson †2014 verstorben, lediglich Drummer Stix Hooper ist noch aktiv, immerhin auch bereits in seinen 79ern.





Meine Auswahl kam bei den Freiluftgästen dermaßen gut an (was sicherlich auch am Equipment lag, zwei MAUI28G2 von LD Systems), daß ich sie hier als CD der Woche zum Klingen bringe. Für`s geeignete Bier müßen Sie allerdings selbst sorgen. Aber vor allem wegen der Fastenzeit kann es NUR EINES GEBEN ……….

Bodo Falkenried

exemplarischer Niederrheiner, seit fast 50 Jahren in München daheim, genauso lang Pfeifen- und Tabaksammler, versessen auf Musik, Literatur und andere Künste. Segler, Reisender [..unser Mann in Asien], Intensiver Marktgeher, immer am Herd.

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2 Antworten

  1. Liebe Hörer & Leser,

    wie gefällt Ihnen diese „CD der Woche“ ? Ihr Vorhörer freut sich über Kommentare jeglicher Art. Hören sie auch wieder einmal in früher vorgestellte Musik hinein. Drücken Sie einfach eine der drei Schaltflächen am Ende des Artikels. Dann sehen Sie, was wir bisher in den Musikpools anbieten.

  2. Für alle nicht-bayerischen Hörer / Leser, die keine bis wenig Erfahrung mit dem Föhn haben, hier eine literarische und eine sachliche Erläuterung aus dem leider seit Jahren vergriffenen Prestel Führer:

    Wer ist er, der Föhn? Münchens Luftgeist, wer sonst?! Er ist wahrlich ein Luftikus, ein Streuner, ein fiebriger Gesell. Gar ein Quälgeist, ein Bürgerschreck. Ihm gilt die immerwährende bange Frage und der erlöste Ausruf der Münchner, wenn er im Vorbeistreichen Spuren hinterläßt. „War er`s? Er war`s! Aber wie alle Luftikusse ist er auch ein Charmeur, der wirr und toll macht. Ein Zauberer, der Fernes jäh greifbar heranrückt und Nahes mit schier unerträglichem Glanz umgibt. Fremder, wer ist´s?

    FÖHN:
    Warmer, trockener Fallwind, der durch Saugwirkung entsteht, wenn der Luftdruck am Nordrand der Alpen unter den am Südrand absinkt. Die dort aufsteigende feuchte Luft strömt dadurch nordwärts, regnet sich über den Alpen ab und fällt im diesseitigen Voralpenland ein, da wohne ich. Der Föhn räumt Schlechtwetter-Wolken ab, hinterläßt hingewischte Streifenwolken (ja, lieber Alexander, das kann der Maler nur schwerlich so fein hinbekommen) am fiebrigblauen Himmel und erzeugt eine überirdisch klare Fernsicht. Die Druckschwankungen rufen bei vielen Menschen Mattigkeit, Kopfweh, Schlaflosigkeit, Kreislaustörungen und Nervosität hervor, bei manchen aber auch Aktivität und Hochstimmung. Bei Zugereisten dauert es oft mehrere Jahre, bis sie für Föhnauswirkungen anfällig werden.

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