Colin McLaren | Rattus Rex

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Sollten Sie- sofern Sie in einer Großstadt leben – der Marotte frönen, ab und zu die Kanalisation – womöglich sogar nächtens – zu durchstreifen, so kann Ihnen bei dieser Angewohnheit Abhilfe geboten werden. Rattus Rex ist das probate Mittel dazu.

Colin McLaren, Schotte, Jahrgang 1940, arbeitete als Archivar an der Royal University of Aberdeen, eine der Voraussetzungen, um einen solchen Roman zu schreiben. Die Protagonisten sind ein junger Künstler und ein weltgewandter Journalist. Die Handlung spielt im frühen 19. Jahrhundert in London, als es dort eine -historisch bekannte – mysteriöse Rattenplage gab.
Die zwei unternehmen hanebüchene und für den gebannten Leser aufregend mundstückgefährdende Ausflüge in die unterirdischen Kanalsysteme der Stadt. Sie stoßen auf Relikte der Gründungszeit Londons. Leider ist das Buch vergriffen, der mittlerweile erreichte Kultstatus hat Fantasiepreise für das moderne Antiquariat geschaffen. Aber wo immer man es findet: kaufen !

 

….eine rätselhafte Riesenratte von der Malabarküste, unerklärliche Explosionen und andere Katastrophen, Schlachten gegen wohlorganisierte Rattenheere und der Kampf gegen politische Intrigen, Bestechungen und Komplotte zeichnen ein äußerst dichtes, historisches, zugleich märchenhaftes Bild der englischen Kapitale zu Beginn der großen industriellen Revolution. Nach „Frankenstein“ und „Dracula“ ein neues, aus dem 20.Jahrhundert stammendes Meisterwerk englischer Gruselliteratur.[Zitat]

Ich empfehle für Leser, die es gewohnt sind, angelsächsiche Literatur im Original zu lesen, unbedingt nach dieser Ausgabe zu suchen. Das erhöht den Genuß, die Dialoge – die auch in der deutschen Ausgabe teilweise im London Slang des 19. Jahrhunderts verfasst und hervorragend übersetzt sind – auf der Zunge zergehen zu lassen.

Spezielles, zeitlich unbegrenztes Angebot

Gegen Sicherheitsleistung (3-4 Pfeifen -nur von Bo Nordh, HN, CMänz oder Frank Axmacher, gerne im Mix) ist es möglich, das Buch für jeweils 8 Tage in besondere Hände zu geben. Bewerbungen erbeten an den Autor des Beitrages, mit Lichtbild, biometrischen Daten und zweifelsfreiem Nachweis der Zugehörigkeit zur Spezies der Läsratterna.

Colin McLaren · Rattus Rex · Hobbit Presse / Klett Cotta · ISBN 3-12-90551-X

 

TIPP

Originalausgabe von 1978
gleicher Titel
Rex Collings Verlag, London

Bodo Falkenried

exemplarischer Niederrheiner, seit über 50 Jahren in München daheim, genauso lang Pfeifen- und Tabaksammler, versessen auf Musik, Literatur und andere Künste. Unternehmer, Segler, Reisender [..unser Mann in Asien], Intensiver Marktgeher, immer an Feuer & Herd.

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5 Antworten

  1. Ulrich sagt:

    Guten Morgen lieber Bodo,

    am frühen Sonntagmorgen beim Assam-Tee las ich Deine Buchbesprechung, war sofort begeistert und wollte das Buch haben.

    Leider ist mein Englisch eher – nun, fragmentär. Dann in Deutsch, es ist noch erhältlich – seit fünf Minuten ist eines weniger verfügbar.

    Kaufen kann man es hier:

    https://www.amazon.de/Rattus-Rex-Colin-McLaren/dp/312905541X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1485673570&sr=8-1&keywords=9783129055410

    Herzliche Grüße aus Südniedersachsen

    Uli

    • Servus Ulrich, das freut mich aber ganz besonders. Ich hatte das Buch schon einmal vor ein paar Jahren im Forum Pum vorgestellt und war mir nicht sicher, ob ich es hier noch einmal in den Blog bringen sollte. Jetzt bin ich froh, das ich es getan habe und bin mir sicher, die Geschichte wird Dir gefallen. Auch ich sitze bereits beim Tee, ein Earl Grey Imperial von Mariages Freres, da ich schon um 4 einen Grünen getrunken habe. Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

  2. Häri sagt:

    Sind übrigens mittlerweile 2 Exemplare weniger…Läßt sich gut an, ist bisweilen aber überraschend heftig. Wundert mich, daß so wenig über Buch und Autor zu erfahren ist. Und verfilmen ließe sich das Ganze sicher auch prima.

  3. Manfred Postlmair sagt:

    Hallo Bodo! – Danke für den Tip! Hab erst die ersten 100 Seiten hinter mir – aber jetzt schon: Atmosphärische Dichte des „alten“ Londons – spannende Handlung – zügiger linearer Handlungsstrang. Einziger Wermutstropfen: Die „verdeutschten“ Cockney oder sonstwas – direkten Reden muss man sich laut vorlesen damit man’s versteht! (Als „Lesehilfe“ wurde verwendet: Pfeife von Charatan – Hubers English Smoking Mixture – ein großer Pott Tarry Lapsang Souchong (Heiss trinken weil es im Roman dauernd schneit!)

    • Servus Manfred,

      auch ich hatte eine Gewöhnungsphase bei den übersetzten Cockneypassagen. Aber das gehört zu der Story, wie der Escudo in meine Nonnenbroichs. 🙂
      Wenn Ihr Teetrinker es nicht schon gelesen habt, dann bitte hier und hier und hier mal hineinlesen.
      Ein schönes Wochenende.

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