Army Mount & Spigot | eine kleine Werkschau

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Als es noch eine christliche Seefahrt ohne Rauchverbot gab und dem Rauchgenuß auf dem Lande auch während des soldatischen Felddienstes gefrönt werden konnte, entstanden zwei Pfeifenarten – um nicht von Formen zu sprechen – die heute noch auch bei Landratten sehr beliebt sind: die Army Mount und Spigot Pfeifen.

Beide Typen verfügen über eine Ummantelung des Holmendes aus Metall. Zunächst diente sie ausschliesslich zum Schutz des bruchempfindlichen Holmes, wenn Mundstück und Holz getrennt aufbewahrt wurden. Das war überhaupt das entscheidene Merkmal der Army Mounts: sie konnten als Stecker (konisches Mundstückende, kein Zapfen, der sich leicht in den Holm einstecken liess) schnell zerlegt und in den knappen Uniformtaschen verstaut werden. Vielfach befanden sie sich aber auch in Hemdtaschen der Uniformen.

 

Spigot (Peterson) und Army Mount (Stanwell): der Unterschied liegt im Mundstück

Später entdeckten begabte Pfeifenmacher dann die Metall-Olive des Holmes als Kunstobjekt, dem alle Arten von Verzierungen eingearbeitet wurden. Die Steigerung ist die Spigot, bei der im Unterschied zur Army Mount das untere Mundstück ebenfalls eine Metallummantelung aufweist und bei der Olive und Mundstückende aus Silber hergestellt sind.

 

Peterson: die Spigot schlechthin

Spigot Jahrespfeifen 2000 von Pfeifen Huber, München

Die Stanwell Billiard und die folgende Brebbia Calabash sind Zwitter: das Mundstückende ist nicht durchgehend aus Silber, darüber eine Peterson Spigot Klassik 999

Stanwell Shape 11: eine überzeugende Army Mount Variante dieser berühmten Stanwell Form

Einige Beispiele für Spigots von Peterson und Stanwell

 

Bodo Falkenried

Bodo Falkenried

exemplarischer Niederrheiner, seit über 50 Jahren in München daheim, genauso lang Pfeifen- und Tabaksammler, versessen auf Musik, Literatur und andere Künste. Unternehmer, Segler, Reisender [..unser Mann in Asien]. Intensiver Marktgeher, immer an Feuer & Herd, sofern in der Nähe. Email an den Autor  

8 Antworten

  1. Avatar Dietmar Cremer sagt:

    bei diesem Beitrag werden die Bilder nicht angezeigt !

  2. Karl Hirsch Karl Hirsch sagt:

    Ich seh sie auch nicht, die im source code beispielsweise angegebene Adresse http://www.pfeifenundmehr.de/FA_Bilder/Pfeifen/ArmyMount_Spigot/ArmyMount_11-600.JPG zeigt das Bild aber.

    Immerhin hat man Dich aus dem Tarnkappendasein geläutet. Man war schon in Sorge.

  3. Karl Hirsch Karl Hirsch sagt:

    Und mit Bild in neuem Tab öffnen sieht mans auch, halt einwenig mühselig.

  4. Der Karl, der Karl …. der hat`s mal wieder herausgefunden. Der Link verzweigt noch auf das alte Forum und die Bilder sind nicht auf dem Blogserver. Ändere ich umgehend, denn der Forumserver wird ohnehin in zwei Tagen abgeschaltet.

  5. So, die Linkfehler sind beseitigt, vielen Dank an die aufmerksamen Leser. Außerdem werde ich den Artikel um 2 Spigots erweitern – in KÜRZE!!!!!

  6. Karl Hirsch Karl Hirsch sagt:

    Vielen Dank! Ich freue mich, daß eine Fortsetzung folgt. Mir gefällt diese Art des Pfeifenbaues. Selber besitzen tu ich seltsamerweise aber nur eine einzige von der Sorte. Hat was Solides, Robustes und auch ein bissel was vom alten Chromstreifen am Auto.

    Wieso Du die Bilder als Einziger gesehen hast, erkläre ich mir übrigens damit, daß Du sie immer noch in einem Cache parat hast, wo die website immer zuerst nachschaut, damit sie die Bilder nicht nachladen muß. Stammt noch aus der Modemzeit..

    Und jetzt halt ich den Mund.

  1. 8. Oktober 2016

    […] nur für eine Verstärkung der filigranen Pfeifenteile gedacht. Angeblich wurden die ersten Army-Mounts – zu denen auch die Spigots gehören – von den britischen Soldaten des Burenkrieges aus […]

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