Spotify | Tipps, Tricks und (leidvolle) Erkenntnisse

Kategorie: Musik & Technik

1. Automatisches Update unterbinden

Ich werde fuchsteufelswild, wenn Anwendungen automatisch bei jedem Start ggfs. Updates durchführen, ohne mich zu fragen. Der Schaden kann ziemlich groß werden. Spotify ist so ein Kandidat, der mich lange genug geärgert hat. Insbesondere bei den letzten drei Releaseanpassungen sind Funktionsänderungen aufgetreten oder Funktionen einfach weggefallen, die nirgendwo dokumentiert sind. Der Support von Spotify ist katastrophal, lediglich eine völlig unzureichende Hilfe, deren Suchfunktion allein schon in unselige DOS-Zeiten zurückführt. In der Community, durch die lt. Spotify eine vollumfängliche Hilfe möglich sein soll, tummeln sich fast nur Kita-Smartphonler. Einen Support von Spotify direkt kann ich nirgendwo finden, obwohl ich einen Premium Account habe. Also gilt es, das zu tun, was Spotify unter allen Umständen vermeiden will: das automatische Update zu unterbinden. Dazu sind nur geringe Arbeiten zu erledigen. Aber warum überhaupt?

Das aktuelle Release 1.0.52  vom

Die Lösung: ich habe das automatische Update ausgeschaltet und bin auf das Release 1.0.50 zurückgegangen. Sodann habe ich zwei Dateien, die für das Update zuständig sind und in der Regel im Verzeichnis appdata\roaming\spotify (meistens auf dem Laufwerk C) zu finden sind, auf schreibgeschützt gesetzt. Dadurch kann Spotify kein automatisches Uodate mehr ausführen. Wenn Spotify den Fehler im neuen Release korrigiert hat, werde ich manuell aktualisieren.

Wie das geht, wird im Web vielfach leicht verständlich beschrieben. Ich bin nach dieser Beschreibung vorgegangen und nun funktioniert alles wieder wie gewünscht.



Wird mit weiteren Themen zu Spotify fortgesetzt




Bluetooth ….. rückt näher an die Audiophilen

WiFi schafft endlich alle Kabel ab, Kupferkabel sind ein resourcenfressender Anachronismus, alles verwendet Glasfaser und bald kommen die Verbindungen, endlich kabellos, ohnehin aus dem Äther oder direkt aus dem Herzen des Sonnensystems. Zugegeben, für den modernen Menschen mit gefühlten eintausend sogenannten Kommunikationsgeräten, den unabdingbaren Gadgets, sind genau die immer noch notwendigen Kabel ein lästiges Greuel. Insbesondere dann, wenn der Hersteller meines iPhones mit dem letzten Gerätestand mal schnell den Dockingsocket wechselt, den ich für das Ladegerät ebenso benötige wie für den Anschluß an den Desktop oder den oder das Laptop. Als Vielreisender, der immer alle möglichen Netzadapter und Ladegeräte mitführt, heißt das, auch da wieder neue Modelle anschaffen. Meine begeisternde Sony A6000 Digitalkamera z.B., ein Wunderwerk der Technik, verwendet aber leider ein völlig anderes Kabelset für alles mögliche als meine Lumix G-Modelle. Und so ließe sich das Lamento fortführen. Kaum ein Bereich unseres Lebens bleibt verschont. Vom externen USB Blu-ray Brenner, der Festplatten Dockingstation, dem Ladeanschluß des kleinen Bluetooth Lautsprecherwürfels, meinem Elektrorasierer und der atomgetriebenen Zahnbürste abgesehen. Mittlerweile habe ich die xte Tasche, die alle Kabel „an einem Platz“ hat und deren Anzahl von Monat zu Monat größer wird.

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Kleines Reise-Kabelset (Auszug!)

Obwohl ich in den letzten Jahren immer seltener zu einem Kopfhörer gegriffen habe und  vielmehr den körperlichen Raumklang in einer nahezu optimalen, audiophilengerechten Umgebung erleben kann (ich brauche Schalldruck!), greife ich ab und an zum Headphone. Wunderschöne highend Geräte, die ich da so besitze, aber leider alle mit Kabel. Dicke und schwere XLR Stecker oder voluminöse 6,3mm Klinkenstecker, links und rechts  zerren und werkeln sie am Kabel. Öfter stehe ich auf, um den Whisky nachzufüllen und vergesse, das ich angehängt bin. Beim niederlassen wiederum setze ich mich aufs Kabel und der Hörer wird auch wieder von meinem Kopf gerissen. Gut, warum nimmst du keinen Bluetooth Kopfhörer, fragen einige, für die der Klang des iPhones schon bei den Klingeltönen heifei-gerecht klingt.  Und wieder einmal reden die Blinden von der Farb.

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Sennheiser kabelgebunden, Neutrik 6,3mm Klinke – Sony MDR-ZX770 BN Wireless

Bluetooth ist eine schöne Sache, wenn man mit eingeschränkter Qualität beim Ton zufrieden ist. Denn auch bei Quellen, die nicht dem Kompressionsumfeld wie z.B. MP3 und Konsorten zugehörig oder nicht Streamingplattformen sind, also CDs, DVDs, Blu-rays oder Vinyls, reduziert Bluetooth die Übertragungsqualität. Stereosignale setzen das Advanced Audio Distribution Profile ein, auch A2DP genannt. Dieses wiederum verwendet den lizenzfreien SBC Codec (Low Complexity Subband Codec), der eine verlustschaffende Kodierung mit einer Bitrate von höchstens 345 kBit/S erzeugt und damit ähnlich untauglich für audiophile Ohren ist wie MP3 oder AAC.  Es kommt noch schlimmer: Dateien mit MP3-Format und ähnlichen Verlustträgern werden unter Bluetooth an der Quelle – also auch bei CD Spielern und Phono-Drehtellern – noch einmal mit SBC komprimiert und erst dann an den Empfänger geschickt. Das können Bluetooth-fähige Lautsprecher oder aber Kopfhörer sein. Warum aber werden Kompressionisten wie MP3 (trotzdem Dank ans Fraunhofer) und andere nicht unmittelbar ohne SBC gesendet?  Der schnöde Mammon ist es, der den scharf kalkulierenden Herstellern die dann fälligen Lizenzgebühren verleidet.  Und da die meisten Audiosignale eh auf Smartphones, Tablets oder auf Desktops mit ohnehin unzureichender Soundkarte gefunkt werden und die Hörer oftmals keine hohen Anforderungen haben, ist das scheinbar auch akzeptiert. Aber da gibt es immer noch ein paar renitente Audioadepten, die eine solch mindere Qualität auch bei Einsatz von Bluetooth nicht hinnehmen wollen.

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Deutsche Entwicklung und ebensolche Produktion: Palmer Headphone Amp PHDA02-Referenzklasse.
Durch Dongle auch mit aptX

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USB Interface Focusrite Scarlett 2 – eine der besten externen Soundkarten für PCs , um die 100€

Und da kommt jetzt der Entwickler und Hersteller Qualcomm aus Belfast ins Spiel, der den aptX™ Kompressionsstandard entwickelt hat, den die meisten Hersteller von Bluetooth Kopfhörern bereits unterstützen. Nun aber gibt es endlich die Weiterentwicklung auf aptX-HD, wobei -wie bei aptX-auf eine weitere Codierung von MP3 und anderen verzichtet wird. Vereinfacht: stattdessen werden die Quellsignale mittels PCM (Pulse Code Modulation) kodiert, aber das Quellformat bleibt unbearbeitet, selbst wenn es sich um unkomprimierte Formate wie AIFF, PCM oder verlustfrei komprimierte wie FLAC handelt. So werden innerhalb der Bluetooth Bandbreite mehr Daten übertragen, was dann zu einer deutlich höheren Qualität bei der Ausgabe der Signale führt. Oder einfacher ausgedrückt: alles klingt besser bis überragend.

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Sony MDR-ZX770 BN Wireless mit aptX, dass blaue Lichtlein stammt nicht von den Gebrüdern Grimm, sondern vom Bluetooth

Audiophile aufgepasst: bitte zukünftig darauf achten, das sowohl das Quellequipment wie auch der Empfänger (Kopfhörer, Lautsprecher) Qualcomms aptX™ „verstehen“. Dann klappt es auch mit (zufriedenstellendem) Bluetooth. Auf- oder Umrüstung bestehender Bluetooth Ausstattungen auf aptX™ sind möglich und werden von diversen Herstellern, darunter Sennheiser, mit Preisen von 30-90 € angeboten.

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Audio Format | Stockfisch DMM-CD/SACD

Immer mehr Musikliebhaber entdecken den besonderen Klang einer Vinyl-Schallplatte. Stockfisch-Records aus Northeim im südlichen Niedersachsen haben darüber nachgedacht, ob es möglich ist, nur die klangbildenden Faktoren hörbar zu machen. Denn eine gepresste Schallplatte ist mit zahlreichen bekannten negativen Eigenschaften behaftet: da gibt es zum Beispiel Verzerrungen, Rumpeln, Knistern, Höhen- und Seitenschlag sowie viele andere Artefakte, die nicht positiv zum Klang beitragen. Vinyl-Hörer haben sich allerdings an diese Nachteile gewöhnt. 

Das neue Verfahren von Stockfisch Records heißt DMM-CD. Mit ihm können die Entwickler, die in erster Linie ein Record Label sind und sich kompromißlos der audiophilen Technik verschrieben haben, die bekannten Nachteile der gepressten Schallplatte ausschließen – und dennoch den Vinyl-typischen Klang beibehalten. Sensationell und überzeugend. Eine detaillierte Beschreibung über das neue Verfahren, Informationen über die zweite unter diesem Label veröffentliche DMM-CD und Zutritt zum online shop erhalten Sie über die Web Site des Labels,  ein Klick links in das Stockfisch Logo führt Sie dort hin. Gerne empfehle ich Ihnen einen ausführlichen Blick in das Musikangebot, das ist ebenso außergerwöhnlich wie interessant. Die im Pfeifenblog vorgestellte Aufnahme von Vivaldi`s Vier Jahreszeiten mit dem La Folia Barockorchester ist ebenfalls ein Stockfisch-Records Produkt.

 

Faszinierendes Video für Audiophile……….

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