Three Nuns – Die grüne Nonne

Ich weiß, früher waren die Maler mit der grünen Fee unterwegs, ich hingegen bin mit einer grünen Nonne auf die Berge gestiegen und bevor jemand fragt, nein es war nicht die Jungfrau, es waren die Berge rund um die Seiseralm auf denen ich mit der Feldstaffelei unterwegs war.

Bevor es jetzt schon wieder ausschweifend bizarr zu werden droht, versuche ich mich in Sachlichkeit. Ich spreche von dem neuen Pfeifentabak Three Nuns GREEN. Letztes Mal hatte ich von meiner Enttäuschung über die gelbe Version des neuen Three Nuns von Mac Baren berichtet, die ich leider als eher belanglos empfunden habe. Vielleicht lag es diesmal auch an der wundervollen Umgegebung, die mich überaus positiv gestimmt hatte, aber der „grüne“ Tabak hat mir ausgesprochen gut gemundet. Wie fast jedes Jahr weile ich um Fasching herum eine Woche in Südtirol auf der Seiseralm, einer der schönsten Orte auf diesem Erdenrund. Berge rundherum, ein Panorama zum Niederknien und wenn man, wie ich die Gegend und die Wege gut kennt, kann man stundenlang einsam durch eine gezuckerte Landschaft wandern, ohne von blöden Plastik-Menschen auf Ihren Carving-Ski belästigt zu werden, die sich von dieselgetriebenen Paternostern mit sitzgeheizten Sesseln nach oben tragen zu lassen, nur um dann wieder dichtgedrängt auf festgewalzten Almwiesen herunter zu rasen. Ich bin meist mit Schneeschuhen unterwegs und gelange so auch an Flecken völliger Einsamkeit.

Kaum schöner kann ich mir mein Leben vorstellen, als wenn ich auf meinem Klappstuhl im Schnee sitze, einsame Berghütten und schneebedeckte Gipfel male und dabei ein Pfeiferl rauche. Dazu geniesse ich je nach Tageszeit heißen schwarzen Tee aus einer Thermoskanne oder auch ein Schlückerl Marille aus dem Flachmann. Da mein Tagesgepäck mit Stuhl, warmer Kleidung und den Malsachen, ohnehin schon recht schwer ist, nahm ich diesmal nur eine einzige Pfeife mit, über die ich an anderer Stelle schon berichtet habe: meine Caminetto mit Deckel. Sie hat das absolut gut vertragen, vermutlich weil ich selten mehr als eine Füllung pro Tag daraus geraucht habe.

Insgesamt ist das ein schöner Virgina/Perique Tabak, der sich problemlos auf über 2000 Meter (und auch darunter) rauchen lässt und wirklich gut schmeckt. Auch wenn es wieder heissen wird: das Geld sei bei Genuss egal, mir persönlich ist er mit 17,20 Euro für 50g zu teuer, aber mir ist natürlich auch klar, dass ein Rope-Tabak in der Herstellung eben deutlich teurer ist, als ein einfacher Flake.

Fazit: Die Grüne Nonne ist nach meiner Ansicht, die beste „zeitgenössische“ Nonne und insgesamt eine klare Empfehlung, für den der nicht auf den Preis schauen muss und gerne Curly Flakes raucht.