HU Tobacco | Foundation by Musicò NYALA

(AD) Eineinhalb Jahre ist es nun her, dass die „Foundation by Musicò“-Reihe von HU Tobacco zum letzten Mal Zuwachs bekommen haben. Darum dachten wir, es ist mal wieder Zeit für was Neues, zumal wir seit längerem schon eine konkrete Idee für einen etwas ungewöhnlichen Blend im Kopf hatten: Havanna sollte es sein und nicht mit Latakia, wie dieser im Pfeifentabak seltene Würztabak meist kombiniert wird. Und ein Pfeifentabak sollte es werden – keine „Zigarre“ in der Pfeife. Trotzdem sollte der Charakter einer guten, würzig-erdigen und auch cremig-süßen Havanna noch ein bisschen mitspielen dürfen. Das war unsere Ausgangslage.

Angefangen hat es für mich konkret in Stuttgart, bei Schäubles „Rauchzeit“ im Weinberg, wo man von einem Mischmeister von K&K sich eine individuelle Mischung machen lassen kann. Genau das habe ich dort gemacht, nur um zu sehen, ob die Idee so grundsätzlich überhaupt funktionieren kann. Sie konnte. Und dann kamen die Telefonate mit Hans und die Beschreibung dessen, was ich da probiert hatte. Hans hat sich die Idee sofort zu eigen gemacht und angefangen, in gewohnt bewundernswerter Weise, seiner Kreativität Lauf zu lassen. Was ich dann zum Testen bekommen habe, schmeckte anders als das, was ich mir habe nach meinen Angaben mischen lassen: es war viel raffinierter und besser. Nach einigen Prototypen waren wir uns schnell einig, wie der neue Tabak sein sollte und jetzt, gerade noch rechtzeitig zur diesjährigen Pfeifenshow in Lohmar, können wir nun den „Nyala“ präsentieren.

Nyala DoseWie fast immer in der „Foundation by Musicò“-Reihe kommen auch im Nyala Tabake aus Afrika zum Einsatz, weshalb wir der „afrikanischen“ Namensgebung treu geblieben sind. Insbesondere die Burleys aus Südostafrika wären hier zu nennen, die dem Tabak eine schöne, leicht schokoladige Note verleihen. Red Virginia bildet die Basis, liefert Körper und Süsse. Die Würztabake sind Perique, der schon genannte Havanna und als kleines „i“-Tüpfelchen etwas Brasil.

Nyala TabakbildDie Struktur des Nyala ist eine ziemlich komplexe Angelegenheit, was sich schon allein optisch niederschlägt: Das mittel- bis dunkelbraune Tabakbild besteht aus klassischen Ribbon Cuts, aus Ready Rubbed Flakes und aus Cube Cut. Der Nyala lässt sich leicht anzünden, brennt relativ langsam und lässt sich problemlos und kühl rauchen. Obwohl der Tabak komplex ist und einen voluminösen Geschmackseindruck hinterlässt, ist er nicht übermäßig stark, eher mittelkräftig, was den Nyala auch zu einem guten Allday-Tabak macht. Ich würde denken, es ist ein Tabak, der sich eher an die erfahreneren Raucher wendet, aber ich würde ihn ohne zu zögern auch einem Anfänger empfehlen, der einen vollen, naturbelassenen Tabak probieren will.

Geschmacklich dominieren breite, malzige Süße, dezente Bitterschokolade, die die Malawi-Burleys liefern, ein Hauch Pflaumenmus-Fruchtigkeit des Periques. Und dazu gesellen sich nun der Havanna und der Brasil, die dem Tabak eine stilistisch ähnliche Würzigkeit und Erdigkeit verleihen, wie es der Kentucky in Dunhills 221b Baker Street tut. Stilistisch – nicht geschmacklich! Das relativiert die große Süße und bringt im Hintergrund einen winzigen Hauch Karibik-Zigarre ins Spiel. Aber so wenig, dass sich auch Nicht-Zigarrenraucher ruhig an den Nyala herantrauen dürfen.

Der Nyala hält seinen Geschmack in all seinen Nuancen kontinuierlich bis zum Ende der Füllung, lediglich an Kraft legt er zum Ende hin noch etwas zu, während die Süße zugunsten der Würzigkeit in die zweite Reihe wechselt, aber ohne sich gänzlich zu verabschieden. Der Nyala raucht sich in allen Brennkammerformen gut, ich bevorzuge ihn aus Flakepfannen. Er wird zum Preis von Euro 20,60 (Stand Mai 2017) über die Seite von HU Tobacco zu beziehen sein.

Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen: Hans, vielen Dank!