Huber Virgina Flake | Isarland statt Lakeland

image_pdfimage_print

huber_vf_001-1000

Seeleute und britische Soldaten konnten bereits im ausgehenden 18ten Jahrhundert die platzsparenden Vorzüge von gepressten Tabaken nutzen. Nicht von ungefähr wird heute noch oftmals der Zusatz Navy Cut auf die Dosen gedruckt. Jedenfalls noch so lange, wie die völlig sinnlosen Abschreckungsbilder und auf den Raucher gleichermaßen wirkungslose Textaufrufe nicht den Platz beanspruchen.  Die durch den Druck einsetzende Fermentierung und weitere, unterschiedliche Prozeduren, die direkten Einfluß auf den Geschmack und die Ausprägung der Plugs, Flakes und Curly Cuts haben, schaffen die Vielfalt im Angebot, die der Connoisseur sucht. Das Traditionshaus Pfeifen Huber, in München immerhin seit 1863 ein Tempel der glimmenden Genüsse, hat mit Tennesse, Louisiana, St.Louis, Virginia und Maryland fünf Flakes geschaffen, die sämtlich ihre Besonderheiten, aber auch Eigenarten aufweisen. Wie auch der Virginia Flake.

huber_vf_003-1000

Der Genuß beginnt mit dem öffnen der kleinen Rechteckdose. Die Flakes liegen so fein und akkurat geschichtet, wie es sonst typisch für MacBaren ist. Obwohl der Tabak den erwarteten Virginia-Grundton verströmt, so ist doch eine unaufdringliche Süße zu riechen. Nicht unangenehm, sondern fein abrundend. Es macht keinen Sinn, immer Vergleiche anzustellen, denn diese können nie das persönliche Geruchs- und Geschmacksempfinden des Rauchers berücksichtigen.

winslow21000

Mit Knick&Falt befülle ich eine kleine handmade Poul Winslow Black Bamboo straight grain.

Obenauf einige wenige Brösel, damit das Zündeln leichter gelingt, was beim Huber Virginia Flake ohnehin unproblematisch ist. Der Tabak ist perfekt konditioniert und glimmt vorzüglich. Er schmeckt absolut naturrein und hat die üblichen Virginianoten nach Heu und Wiese, obwohl sich ein ganz feines, angenehmes Top Flavour bemerkbar macht.. Durch den dreimonatigen Press-/Lagervorgang entsteht mittels Fermentierung eine natürliche Süße, die niemals schwer oder unangenehm wird und somit ausgezeichnet zum Grundgeschmack passt. Dieser sanfte Virginia brennt nicht auf der Zunge, wird nicht hitzig und ich denke, daß auch Beginner mit ihm sehr gut auskommen werden. Ein richtiger Klassiker, der in jede „Virginia Bar“ gehört, und das zu einem fairen Preis.

huber_vf_005-1000

 

Für mich ist der Huber Virginia Flake völlig eigenständig und ich sehe ihn als gute Ergänzung zum Dunhill Flake oder Orlik Golden Sliced. Aus den anderen 4 Huber Virginia Flakes – Maryland, St. Louis, Tennessee und Louisiana Flake – ragt er deutlich hervor, obwohl auch diese exzellente Verteter der Virginia Flakes sind.

Bezugsquelle
Pfeifen Huber, München
Virginia Flake
50g Rechteckdose

Bodo Falkenried

exemplarischer Niederrheiner, seit fast 50 Jahren in München daheim, genauso lang Pfeifen- und Tabaksammler, versessen auf Musik, Literatur und andere Künste. Segler, Reisender [..unser Mann in Asien], Intensiver Marktgeher, immer am Herd.

Das könnte Dich auch interessieren...

2 Antworten

  1. 12. September 2016

    […] Siehe auch aus der Huber Flake Serie: Virginia Flake […]

  2. 13. September 2016

    […] die mit Ausflügen in die Virgina-Flake Welt gerade erst beginnen, obwohl die mit dem Huber Virginia Flake (8,60€!) oder gar mit dem MacBaren Pure Virginia (11,00€) besser bedient sind. Flake-Raucher […]

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das:
Zur Werkzeugleiste springen