Abgesang – Richmond (Medium) Navy Cut

Er wurde bis Anfang der 1950er Jahre tatsächlich von der Richmond Cavendish Co. in Liverpool hergestellt und avancierte in den 1950ern zu einem der beliebtesten Virgina Flakes, eine zeitlang sogar hergestellt in Hamburg. Letztlich wanderte er -wie alles Gute – zu Orlik und damit unter das heutige STG -Dach. Ich erinnere ihn in der für mich ersten Verpackung, eine kleine Deckelscharnierdose, aus der dann später die kleine Rechteckdose wurde. Sie passte sogar in die Smokingjacke. Der nächste Schritt war die flache, größere Uni-Rechteckdose, auch noch schön und praktisch. Das Label war lackiert. Aus dem Richmond Medium Navy Cut wurde zwischenzeitlich der heutige Richmond Navy Cut, in scheinbar unveränderter Rezeptur. Nach wie vor ein ganz passabler Virginia, unaufgeregt und vollmundig.

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Aber: seit kurzem wird er nur noch in einer normalen 50g Runddose geliefert und ist nun bar jeglicher ansprechender Optik. Und das Label ist -wie heute üblich, sei`s beklagt- ein schnöder Papieraufkleber. Was für ein Marketing Faux-Pas, dem schnöden Kostenblick gewidmet. Es ist traurig, dass Tabakhersteller schon längst nicht mehr auf besondere Vorlieben der Pfeifenraucher abstellen. Zumindest, wenn es um die Produkt-präsentation geht.